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Bericht X
Beim Zelten auf unserem
Lieblingsbauernhof in Bayern , trafen wir eine Familie mit einem Eriba aus
Hamburg .Wir verabredeten, in den Herbstferien, einen Besuch und damit fing
alles an .Die Suche nach einem Hotelzimmer ,das für eine Handwerkerfamilie
bezahlbar ist war schwierig. 90€ pro Tag für alle muss man schon ausgeben, was
für 3 Tage + Verflegung + Sprit schnell bei 500€ enden kann. Das war zuviel! So
ein netter kleiner Wohnwagen wie die Hamburger das wäre doch was. Ein „normaler“ Wohnwagen kam
für uns nicht in Frage .Nach tagelanger Suche im Netz war klar, dass ein kleiner
Eriba mit 4 Personen zu klein ist ,bei einer Körpergröße von 190 cm und zwei Kindern ginge das
nur mit Zusatzzelt. Bei der weiteren Suche,
wurden wir bei Ebay auf den Ur-Suleica aufmerksam. Ich schaute, mit einer roten
Nummer im Gepäck, mir den Wagen an und wurde schnell auf den Boden der
Tatsachen zurück geholt. Alles faul und verrottet,
geschätzte 3-4Jahre Arbeit, nee... das für 3000,- € ?! Unverrichteter Dinge
fuhr ich zurück nach Hause. In den Niederlanden schauten
wir uns hunderte Wohnwagen an, aber mit dem Suleica im Hinterkopf gefiel uns
keiner, man hatte immer eine Ausrede warum es der oder der nicht ist. Zurück in Bonn schauten wir
noch mal was die Auktion des Suleica machte. Ich versprach meiner Frau die
Motorräder zu verkaufen, wenn ich den Haufen Suleica Schrott kaufen
darf.(Anm.d.F.:Die Motorräder sind immer noch nicht verkauft!!!). Für 1950,- € ging der
Zuschlag an uns, ich gehe davon aus das keiner sonst den Wagen haben wollte.
Die Überführung war sehr
abenteuerlich, Blinker und Bremslicht gingen nicht, außerdem war die
Auflaufbremse hin, bei jeder Bremsung knallte uns der Wagen auf die Anhängerkupplung. Einmal sprang, während der
Fahrt auf der Autobahn die Tür auf, woraufhin Gaffa-Tape Abhilfe schaffte. Für 500,- € fürs Jahr
mietete ich eine Hallenecke, in der Halle neben der Werkstatt, wo ich nach
Feierabend schnell die Arbeit am Suleica aufnehmen konnte. Auch sonst hatte es
nur Vorteile die Tischlerei nebenan nutzen zu können. Um nicht die ganze Halle zu
versauen baute ich eine Staubwand, mit PE-Folie und Dachlatten. Vor den ersten
Arbeiten, erst mal alles mit dem Fotoapparat innen und außen festhalten ...
Dann flog alles raus, die
stinkenden Polster, die schimmeligen Möbel, die kaputten Verkleidungen. Einige
Dinge wurden erst mal auf Seite gestellt (als Schablone und Muster). Der alte Kühlschrank und die
Spüle mit Gasfeld blieben auch, der Rest ging in 12 großen Müllsäcken auf den
Müll. Unter dem Innenboden lagen wasserdurchtränkte Glasfasermatten die ganzen
Spanten waren faul, wie auch der einlaminierte, 20cm hohe Weichfaserstreifen im
Bereich wo die zwei Schalen angesetzt wurden (nur beim Ur-Suleica). Bei der
Serie wurde die Karosse aus einem Stück gefertigt.
Das Fahrwerk kommt ab, sechs
Schrauben lösen und zu Dorit Reis nach Köln, die bauten ein Neues mit mehr
zulässigem Gesamtgewicht, Tempo 100 Zulassung und 8cm gekröpfter Deichsel.
Die Endscheidung für ein
neues Fahrwerk fiel mir nicht leicht, erstmal ist es nicht mehr Original und
kostet wieder mindestens 2200,- €. Doch Sicherheit geht vor,
gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist. Durch die Restauration ist der Wagen
doch 100-150 kg schwerer geworden, da wäre bei dem alten Fahrwerk keine
Zuladung mehr möglich. Vollbeladen wiegt er jetzt fast 900 kg vorher war das
zulässige Gesamtgewicht 800 kg, jetzt 980 kg. Das Fahrwerk hat 1350 kg z.G. ist
aber abgelastet wegen der Zugmaschine. Durch die Kröpfung hängt der Wohnwagen
in der Waage und hinten nicht mehr so tief, im ganzen ist er 8cm höher wie
vorher, so dass ich jetzt auch noch Kurbelstützen montieren kann, die es vorher
beim Ur-Suleica nicht gab. Dafür waren noch Verstärkungen im Boden nötig. Die
Stützen sind so montiert, dass das Gewicht auf den GfK Aussenrohrrahmen drückt. Um die Hülle beweglich zu
halten, stellte ich sie auf vier Rollbretter. Das neue Fahrwerk unter den
Wagen zu bekommen war Dank einem geliehenen Gabelstabler nur 4 Stunden Arbeit, alles
hat super gepasst.
Die schlimmste und
zeitaufwendigste Arbeit ist das Abschleifen der alten Farbschichten ca. 250
Stunden. Da sind auch schon wieder schnell mal 200,- € für Schleifmittel und
Schleiftellerweg. Immer
wieder spachteln und schleifen, das Laternendach war kaum zu retten und musste
komplett mit Polyesterharz und Glasfasermatten belegt und verstärkt werden,
dafür musste es ganz trocken sein und grob angeschliffen werden, um ein guten
Verbund zu bekommen.
Im ganzen habe ich 25 m²
Glasfasermatte, 20 kg Harz und 20 kg diverse Polyesterspachtel verarbeitet.
Alle Beulen habe ich nicht ausgespachtelt, aber wenn man einmal dran ist, ist
es schwer aufzuhören ..... nur noch die eine ................. Es ist ein Wagen von 1961, ein Prototyp, das
darf man auch sehen. Die erste Grundierung ist eine Epoxygrund der aufgespitzt
wird (nur mit Absauganlage und Atemschutz), danach Spachtel und noch mal Grund und
wieder schleifen die ganzen 20 m².Beim Lack
habe ich mich für einen PU-Lack, ein Eisenbahnlack, im Ral 9001 entschieden,
der macht Bewegungen mit und ist sehr strapazierfähig. Da der Lack sehr dünn
ist und ich mit so großen Flächen wenig Erfahrung hatte, mußte ich drei mal
lackieren. 10 Liter Lack und 10 Liter Grund sind jetzt auch noch drauf.
Innen habe ich aus
wasserfestem 9mm Sperrholz, alle waagerechten und senkrechten Spanten, nach
Schablonen neu geschnitten und einlaminiert. Dabei sind die Abstände für die
spätere Einrichtung und Polsterhöhe wichtig. Zweimal Rückenpolster plus zweimal
Sitzpolster gleich Wagenbreite, oder auch Liegefläche, minus Verkleidung.
Besser man schmeißt die alten Polster erst am Ende weg. Der Boden wird mit Styrodur
isoliert, das nimmt kein Wasser auf wie Styopor.Als
Bodenplatte diente eine 9mm dicke, wasserfest verleimte Sperrholzplatte vom
Holzhändler, darauf kam später, Korkboden lackiert, der ist warm, wohnlich und
lässt sich gut reinigen.
Die komplette Innenhaut isolierte ich mit 20 mm
Extrem-Isolator 22 m² zu 12,- €, dazu 10kg Neopren Bodenkleber zu 50,- €. Die Dämmung ist sehr elastisch und
leicht, sie passt sich den Rundungen des Suleicas gut an. Der Kleber sollte
Temperaturschwankungen von – 20 °C bis + 80 °C aushalten. Vorher sollten Kabel
verlegt werden, für 220 V und 12 V, die lassen sich super mit Doppelseitigem
Klebeband (vom Baustoffhandel für Dampfsperre) auf die Innenwand kleben. Um auf
Nummer sicher zu gehen habe ich ein Ölflexkabel, das auch in Maschinen verbaut
wird genommen. Wenn es nicht aufgeklebt ist, unter der Dämmung, liegt es in
flexiblem Lehrrohr. Lampenhalter und Möbelhalter, sollten auch schon an den
richtigen Stellen befestigt worden sein. Der Kontaktkleber wird, mit einem
Zahnspachtel, auf beide Seiten aufgetragen, dann ablüften lassen und die
passend zugeschnittenen Teile fest auf die Wände gedrückt. Achtung!!!
Korrekturen sind nicht möglich, wenn fest... dann fest!
Der Wandaufbau besteht aus
der Dämmung (20mm), Schaumstoff (8mm) und weichem, weißen Kunstleder mit
Vliesrücken. Um das richtige Leder zu günstigem Preis zubekommen, haben wir uns
einige Muster zuschicken lassen. Für jedes Stück Verkleidung
habe ich eine Schablone aus Pappe angefertigt und danach den Schaumstoff und
das Kunstleder zugeschnitten. In der Breite mußte ich prozentual noch was für
die Nähte der Steppungen dazurechnen (pro m1,4 cm). Das Kunstleder wird dann mit
dem Sprühkleber auf den Schaumstoff und um die Kanten geklebt. Die Steppung war
trotz solider Nähmaschine für mich nicht machbar, das hat ein Dekorateur aus
der Nachbarschaft genäht. Der macht das bestimmt nicht noch mal.Später
klebte ich dann die abgesteppten Lederstücke mit ca. 15 Dosen Sprühkleber auf
die Isolierung.
Das Laternendach hat beim Ur-Suleica vier
rechteckige Lüftungsklappen, von innen ist an den Seiten des Laternendachs
keine Bespannung gewesen. Um diesen Originalzustand zu erhalten und trotzdem
die Seiten zu dämmen, klebte ich 20 mm Styrodur auf diese und verkleidete die Seiten
mit Sperrholz, was mit GfK belegt wurde. So ist die alte Optik gewahrt und
modern gedämmt um Schwitzwasserbildung zu vermeiden.
Durch den dickeren Aufbau war es jetzt möglich
Fälze und Dichtungen in die Lüftungsklappen einzubauen, so dass eindringendes
Wasser auch wieder raus laufen kann.
Eine besondere
Herausforderung war die Tür, die stand unten 4 cm und oben 1,5 cm ab, weil sich
im Laufe der letzten 50 Jahre das ” Ei ” gesetzt hatte. Dadurch ist der Wagen
8cm breiter geworden.
Da die
Karosserie so blieb, musste die Tür in der Mitte, und Teile des Wäschefachs von
der Innenseite aufgetrennt werden. Mit einem Spanngurt habe ich die Tür leicht
überspannt und mit viel Gfk belegt. Da sie immer noch schiff war und spannte
mussten ich die Fälze des Rahmens teilweise neu konstruieren.
Auf alten Bildern, die im
Netz zu finden sind, ist ganz deutlich zu erkennen, dass die Tür nie gepasst
hat. Durch vergleichen der Beulen - und ich kenne jetzt jede einzelne - gehe
ich davon aus das es nur einen 430er Ur-Suleica gibt und nicht 3 Stück. Die
Bilder im Internet, wo der Ur-Suleica noch andere Kotflügel hatte, erklärt sich
nur durch eine Änderung der hässlichen eckigen, in die runden die jetzt noch
dran sind. Diese These unterstützten ganz viele Details und Beulen die auf den
Bildern mit den eckigen Kotflügeln zu finden sind. Beim abschleifen der alten
Farbe, bin ich zudem auf einige alte
Änderungsarbeiten an den Radkästen gestoßen. Auch einzigartig ist die
vordere Stufe unter den Frontfenstern; die Trittstufe in den Wagen, die von der
Tür verdeckt wird; der Wulst vom Rohrrahmen unten; die kleine Kante wo die
Schalen zusammengefügt wurden; keine Kurbelstützen; keine
Laternenschwenkfenster.
Ursprünglich waren die
Fensterscheiben in die Fensterflügel geklebt und einlaminiert. Um auch bei den
Fensterflügeln Gummidichtungen mit Doppelverglasung einbauen zu können mußte
ich die Rahmen verbreitern und mit GfK auch die Eckradien vergrößern. Die Scheiben sind aus einer
3 m x 2 m und 3 mm starken Plexiglasscheibe geschnitten.Die Eckscheiben wollte ich
selber biegen, die Schablonen waren aus Gips schon fertig, da mußte ich leider
feststellen das die Furnierpresse nicht, wie angegeben, auf 200 °C sondern nur 120 °C aufheizen konnte, so sind
einige Rückschläge nicht immer zu vermeiden. Die vorderen Eckscheiben
habe ich vor einem Gasstrahler leicht gebogen, das ist mit Vorsicht zu
genießen. Laut Degussa, der Hersteller von Plexiglas ist, lässt sich 3mm Plexi
nur in einem Radius von 990 mm kalt biegen. Alle kleineren Radien müssen warm
bei ca. 160 °C gebogen werden, also auch die vorderen Eckfenster. Sonst
entstehen kleinen Risse in der Scheibe.Die
Schirmchen über den Fenstern waren vorher von innen befestigt und später durch
GfK mit dem Wagen verbunden worden. Aufgrund des schlechten Zustands mußte ich
die Schirmchen neu mit Gfk belegen so das außen ein Rand zur Außenmontage
entstand.
Die Möbel habe ich nach
altem Vorbild gefertigt, die Einteilung blieb, nur die Küche ist etwas anders
um den heutigen Ansprüchen zu genügen. So ist die Spül- Gaskombination, die
später eingebaut wurde, wieder eingebaut worden wie auch der Kühlschrank. Man muß auch mal Glück
haben! Die Arbeitsplatte mit Alukante ist aus einer Küche von 1961.Die
Handtuchstange ist eine alte Duschstange mit neuem Chromrohr (Kleiderstange).Die
Polster haben wir aus Kostengründen aus großen Schaumstoffplatten geschnitten
und bezogen. Alle Bezüge sind abnehmbar und waschbar. Unter dem Bezug ist der
Schaumstoff mit Nesselstoff überzogen, so lassen sich die Bezüge besser
aufziehen.
Die Fahrzeugelektronik ist
mit einem Bad FI und zwei Sicherungsautomaten abgesichert.Die
Innenlampen sind auf 12 V und 220 V umgerüstet (alte Badlampen 60er).Die
Hecklampen habe ich nach außen gelegt um Undichtigkeiten schon im Vorfeld
auszuschließen. Die Lampen sind aus dem LKW-Zubehör, weil die Original Beleuchtung nicht mehr zu retten und zu klein
war.
Ich könnte noch Stunden so weiter
schreiben, es würde den Rahmen aber sprengen noch tiefer ins Detail zu gehen. Das Wichtigste für so ein
Projekt ist, dass die Familie einen bei allem unterstützt und alle an einem
Strang ziehen. Denn die 800 bis 1000
Stunden im Jahr sind nicht immer einfach abzuzwacken von der Freizeit, nach
Feierabend und vom Urlaub. Da meine Kinder noch klein sind und noch oft mit uns
in Urlaub fahren, lohnt sich der Suleica auf jeden Fall. Die Kosten für alles
beliefen sich schnell auf 8000,- €, obwohl alles selber gemacht ist! Wobei das
Fahrwerk und die Anschaffung schon die Hälfte ausmachen. Wir haben immer auf
günstige gute Alternativen beim Kauf der Materialien geachtet, sonst kann es
ganz schnell auch viel, viel mehr werden.Ach so, die Zeltgarage
kostet noch einmal 600,- €, nach der “ARBEIT“ stellt man den Wagen nicht
einfach so nach draußen! Dies soll keine Abschreckung
sein, aber wer nicht alles selber machen kann, sollte die Finger von so einem
Wagen lassen, oder genug Geld haben. Eine günstige Alternative
war es am Ende nicht, aber eine schöne und einzigartige. Bereuen tue ich das
nicht. Dieser Wagen ist etwas ganz Besonderes und ist dieses Jahr 50 Jahre alt
geworden. Es macht immer noch viel, viel Spaß mit ihm in Urlaub zufahren.
Bericht IX -Unser Suleica 500 Rally 70 Renovierungsbericht von Andrea und Thorsten-
Meine Eltern hatten sich 1971 im Sommer für den
Kauf des Suleica 500 Rally 70 entschlossen, im Gespräch war auch ein Fahti, da
die Produktionsstätte näher an unserem damaligen Wohnort nahe Münchens lag. Na
ja, es wurde ein Suleica und bereut hat es bislang niemand. Ich kam dann im
Oktober 1971 zur Welt und fand das immer witzig, quasi das gleiche Baujahr wie
unser Schätzchen zu haben.
Der Su wurde anfangs brav genutzt, als Windelbomber
war ich mit dabei in Frankreich und an anderen schönen Plätzen und habe viele
schöne Erinnerungen an die Urlaube im Wohnwagen, z.B. versteckte ich gerne all
meine gesammelten Schätze auf der Ablage über der Gardinenhalterung meines
Kinderschlafabteils.
Überhaupt, diese Lösung mit dem abtrennbaren
Schlafabteil fand ich schon als Kind einfach klasse. Und dass man schon in den
1970-ern immer und überall mit diesem Wohnwagen ins Gespräch kam war auch immer
ein Erlebnis.
Dann lebte der Su einige
Jahre auf einem festen Stellplatz eines Campingplatzes und ging nicht mehr so
viel auf Reisen. Über die Jahre und nach einigen Umzügen landete der Su dann in
den 1980-ern wieder auf einem festen Stellplatz eines Campingplatzes und bekam
eine Sonderanfertigung als Überdachung, da zwischenzeitlich die Dichtungen
nicht mehr ihren Zweck erfüllten und über eine komplette Renovierung oder über
das Austauschen der Dichtungen keiner
konkret nachdachte. Zum Glück fand mein Mann den Su auch ganz klasse
und war Feuer und Flamme für das Renovierungsprojekt (aller Anfang ist
euphorisch). Außerdem setzte so langsam der Suleica-Hype ein und dank der
tollen Arbeit unserer Webmaster Mark und Uwe waren wir frohen Mutes, das
Projekt zu schaffen. Gedacht, getan, wir holten den Suleica im Mai 2007 ab und
überführten ihn mit kundiger Hilfe eines eifrigen Helferleins mit Ahnung von
Oldtimern von Bayern nach NRW.
Es folgten Bemerkungen von „sieht doch gar nicht so
schlimm aus“ zu „ach du grüne Neune“ (der Rest ist Schweigen, frei nach
Hamlet). Auf jeden Fall meinten einige Spötter, wir hätten viel zu tun und wenn
es nicht klappt könnten wir zur Not ja einen Hühnerstall draus machen.
Kam ja mal gar nicht in
Frage! Egal, wir beschlossen, alles neu zu machen und Innen anzufangen und
rissen frohen Mutes und voll motiviert erst einmal alles raus.
Die
Holzteile lagerten wir als Muster zwischen, übrigens in einem Hühnerstall eines
oben genannten Spötters. Dann war der Su
innen fast nackig, es sah ziemlich grauslig aus, aber es konnte ja nur
besser werden.
Wir stellten diverse Überlegungen an, wie wir unser
Schätzchen denn Innen und Außen gestalten wollten, vom Wahnwitz zur
never-change-a-winning-team-Mentalität war alles dabei. Kurz und gut wir
schweiften ab in Traumsphären, besonders nachdem wir so gesehen hatten, was
einige Mitstreiter so gemacht haben. Aber dann dachten wir, es ist doch
eigentlich ein Privileg, den Suleica von Anfang an zu haben und eigentlich
passte ja alles, so wie es mal ursprünglich geplant worden war prima für unsere
Zwecke.
Wir
fassten den Entschluss, die Inneneinrichtung im Grunde mit kleinen
Verbesserungen zu übernehmen und die Außenfarbe ähnlich wie im Originalzustand
zu wählen.
Wie gesagt, der Su war innen nackig, der Holzboden
völlig okay und wir fingen an mit dem Innenausbau, sprich erst einmal
isolieren. Wer es schon mal gemacht hat, weiß um was es geht und wem es noch
bevor steht, wird es merken … es dauert seine Zeit, alles schön anzupassen,
aber der Flash vom Klebergeruch erleichtert es, haha. Beim Suleica geht halt nix mal eben, es wurde
früher alles per Hand angepasst und den Weg muss man auch wieder gehen. Darum
dauert es seine Zeit, ist aber mit etwas handwerklichen Geschick, viel Geduld
und Motivation machbar.
Nach der Isolierungsarbeit standen wir wie alle
anderen Mitstreiter in Sachen Renovierung vor dem Problem, welche Bespannung
hätten Sie denn gerne? Diverse Sattler machten drei Kreuze und lehnten dankend
ab und wir schoben den ersten größeren Frust. Dann kam uns eine glorreiche Idee, irgendwann
mitten in der Nacht, grübelnder Weise. So ein Projekt verfolgt einen ja in den
Schlaf. Wir hatten selber in der Wohnung einen Baumwollputz
als Wandbelag verwendet, der quasi wie Putz mit der Kelle aufgetragen wird. Wir
wanden uns an den Lieferanten unseres Vertrauens und testeten, ob der Putz denn
auch auf den Isolierungsmatten halten würde, besonders wenn er über Kopf
aufgetragen wird. Es klappte im Kleinversuch und wir wollten es wagen.
Weitere Vorteile dieses Baumwollputzes sind, er
lässt sich super per Hand bei Rundungen angleichen und bis an die Dichtungen
ranziehen, er nimmt zur Not Feuchtigkeit auf und trocknet wieder ab und es
sieht unserer Meinung nach um Längen besser aus als irgendeine Verspannung.
Ganz zu Schweigen, dass die
Farbauswahl unendlich ist.
Okay … passende Unterkunft wart dazu gefunden,
Helferlein hat sich bereit erklärt, wirklich tatkräftig und unterstützend
mitzuwirken (obwohl er ja schon wusste, was ihn erwartete, Hut ab!) und dann
ging das Drama los: Schleifen, Spachteln, Schleifen, Spachteln die Unendlich.
Ich möchte mich hier nicht wiederholen. Wusste gar nicht, wo GfK-Staub überall
hinkriechen kann. Ekelhaft
Aber über diesen Teil einer Renovierungsarbeit
wurde schon zu Genüge bei Anderen berichtet. Danke übrigens für den Tipp mit
den Rangiergriffen, wir fanden Mark und Uwes Griffe so toll, dass wir sie auch
verwendet haben. Passt einfach super.
Dann kam eine richtig große
Zwangspause aus nicht weiter zu benennenden gesundheitlichen Gründen und unser
Projekt lag ein Jahr lang komplett flach. Hinzu kam noch ein privater
Rückschlag und unsere Motivation war erst einmal im Keller.
Dann
irrten wir etwas in der Gegend rum, um Lösungen zu unserem Lackierproblem und
den Restarbeiten zum Thema Spachteln zu finden. Irgendwann hatten wir aber doch
das ganze Drama hinter uns, einen Lackierer gefunden und das erste Renovierungswunder
war für uns da: der Suleica stand da im Lack und uns standen die
Tränen des Glücks in den Augen. Denn endlich konnten wir weiter machen und das
machen, was wir selber in die Hand nehmen konnten.
Mit Hilfe unseres kundigen
Helferleins haben wir zunächst die neuen Scheiben mit den neuen Dichtungen eingebaut. Die
Laternendachfenster und die hinteren gebogenen Scheiben sowie die Innenscheiben
hatten wir wiederverwendet.
Die blau
getönten Außenscheiben waren natürlich blind gewesen. Das dauerte auch seine
Zeit, aber es ging voran. Dann machten wir uns an die Innenverkleidung und ich
verbrachte ein paar Tage mit einem Minikunststoffspachtel, um den Putz in
Kleinarbeit auf die überall befindlichen Rundungen des Su aufzutragen,
irgendwann war das auch getan.
Und das beste war, endlich
verließen wir den Su nach getaner Tagesarbeit und er sah besser aus, nicht
schlimmer. Der Innenausbau ging voran. Thorsten tobte sich holztechnisch an
jedem Wochenende des letzten Sommers aus.
Es fielen so Sätze wie „ich
pass mal eben die Halterungen für die Gasflaschen an „ und dann wart er quasi
zwei Tage nicht mehr gesehen. Das Thema mal eben bei dem Suleica …
Im Bad haben wir einen
kompletten Kunststoffwaschtisch verbaut und die Klappen unter den Tisch, die im
Rally 70 verwendet worden waren, gegen Schiebetüren getauscht. Dann haben wir
einen Kühlschrank eingebaut, den wir bislang nicht hatten und den Rest des
Küchenbereichs in der Hinsicht neu gestaltet, dass wir eine neue Spüle und ein
neues Kochfeld mit Glasabdeckungen eingebaut haben.
Alle
Holzteile wurden bis auf die Sitzbankauflagen und die Trennwände nach den
aufgehobenen Mustern neu gemacht. Die Polster hatte meine Mutter
zwischenzeitlich mal komplett neu angeschafft und die waren und sind auch noch
super.
Stromleitungen hatten wir
zuvor auch schön in Leerrohren neu verlegt, die Überbauten über den Sitzecken
haben wir im Dekor des neuen Holzes angepasst und auch wiederverwendet. Die
Innenaufteilung des Kleiderschrankes haben wir optimiert.
Teilweise haben wir auch
die alten Beschläge wieder genommen, da sie uns einfach gefallen haben und auch
aus nostalgischen Gründen. Das Verarbeiten des beidseitig farbigen
Verdunklungsstoffes zu Vorhängen nahm auch noch einige Zeit und Schweiß in
Anspruch.
Aber alles wurde gut, wir bekamen sogar unser Wunschkennzeichen
mit SU 1971. Im Sommer 2010 brachen wir dann endlich auf in unseren
wohlverdienten Campingurlaub nach Italien, Cavallino.
Und da war es wieder:
„Entschuldigen Sie, ist der alt oder nur auf alt gemacht? Kommt der aus
Amerika? …“ Ein Suleica fördert definitiv die Kommunikation, bereits auf der
Fahrt. Wir hatten unseren Spaß und unsere Tochter fand es auch klasse.
Feuertaufe bestanden, einige Kleinigkeiten müssen
wir noch anpacken. So ist ein hinteres Fenster nicht 100%ig dicht und war es
wohl auch nie, wenn man den Spuren am GfK innen glauben darf. Zudem sind wir
noch auf der Suche nach einem passenden Rallystreifen mit ganz kleinen Karos in
schwarz und silber, so wie er früher angebracht war. Es helfen immer wieder
Blicke auf die Renovierungsarbeitfotos. Da weiß man, was man geschafft hat. Die investierte
Arbeit und Zeit kann man nicht bezahlen, die gesammelten Rechnungen schmeißt
man besser weg, aber es ist ein tolles Gefühl, wenn alles fertig ist. Und der
Suleica gehört zur Familie.
Vielen Dank noch mal an dieser Stelle an alle, die
uns mit Rat und Tat zur Seite standen und danke für diese tolle Homepage mit
den hilfreichen Tipps und links über unseren schnuckeligen Kultwohnwagen. Liebe
Grüße auch von unserem Suleica 500 Rally 70!
Andrea Höhne-Koehn und
Thorsten Koehn mit Vivienne Bericht VIII auch mich hat der Suleica-Virus gepackt und lässt mich bis heute nicht mehr los und wird es wohl auch nicht mehr. Meine Erfahrungen, Ideen und Fehlschläge will ich auf dieser Seite gern mit anderen teilen, damit "Neu-Suleicaner" wissen, was man machen kann und wie man es am besten machen kann.
Leider waren nicht alle
Kurbelstützen vorhanden :-((.
Leider ist das Wetter nicht
das Beste, und ich komme nicht so recht weiter. Sollte es wieder wärmer werden,
wird die neue Achse mit dem Zugrohr verbaut. Dann kommt der Boden und die
Inneneinrichtung d’ran. Die ist nämlich auch nicht mehr vorhanden. Über
detailgetreue Zeichnungen mit Maßen wäre ich sehr dankbar. Der Innenaufbau soll
nämlich so ziemlich original wieder hergestellt werden.
Die letzten Tage hatte ich Zeit
am Suleica weiterzubauen.
Als nächstes wird dann die
Inneneinrichtung neu angefertigt. Ist ja leider nicht mehr viel von übrig
geblieben. Auf jeden Fall ist noch ein Haufen Arbeit zu erledigen bis der
Suleica wieder unterwegs sein kann. Die Fahrwerksteile habe ich alle bei
Trailerparts24 gekauft. Da kann man sich alles zusammenstellen, und preiswerter
als direkt bei Knott ist es auch. Selbst die Bremsenberechnung von Achse und
Zugrohr die man für den Tüv braucht ist mitgeliefert worden. Bericht
I 2003 - seit laengerem haderten wir
schon mit dem Kauf eines Wohnwagens. Wir waren bisher mit einem
Zeltcaravan der Marke Holtkamper auf Tour gegangen. Ein tolles
Teil, aber eben ein doch ein Zelt und wir wollten feste Waende um
uns haben, um auch mal in wetterunbestaendigere Landstriche fahren
zu koennen. Die heutigen Wohnwagen kamen fuer uns nicht in Frage:
sie gefielen uns einfach nicht! Dann entdeckten wir die Marke
Schaefer-Suleica und..., yeah, wir wussten, das ist er! Und
garnicht mal solange brauchten wir, um auch einen zu finden, der
zum Verkauf stand. Trotz nagelneuem TUEV war er allerdings in einem
sehr maroden und schlechten Zustand. Innen total verbastelt und
aussen war der Lack in einem miserabelen Zustand ( Blasenbildung,
ganze Schollen Lack standen ab und blaetterten ). Ein Vorzelt der
Fa. Veltel war mit dabei und OK! wir kauften diesen Oldie.
Also begaben wir uns an die Arbeit! Ersteinmal wurde der graue
Streifen per Hand nass abgeschliffen und innen versuchten wir den
Wagen erstmal wieder wohnlich zu machen und auf unsere
persoenlichen Beduerfnisse zu zuschneiden. Es gab keine Heizung
mehr, der Elektrolux-Kuehlschrank war defekt, der Tisch in der
hinteren Dinette fehlte, ein Herd war nicht mehr vorhanden, die
Gasleitung vollkommen marode und nicht mehr zu benutzen, Gardinen
und Vorhaenge fehlten gaenzlich... also musste alles neu gemacht
werden. Und zu allem Verdruss mussten wir auch noch feststellen,
dass wir einen Achsschwingfederschaden haben!
Also wurde eine neue Achse samt Deichsel (gekroepft) der Fa. Knott
unter unseren Suleica massgeschneidert gebaut incl.
Antischlingerkupplung (WS 3000) der Fa. Winterhoff, hydraulischen
Stossdaempfern und einer Auflastung von 1200 kg auf 1300 kg.
2004 - nachdem wir den gesamten
Wohnwagen bis auf das Gelcoat abgeschliffen hatten, nahmen wir uns
das Innere vor. Im Heckbereich wurde ein Festbett mit
Klappmechanismus ( 150x200 ) installiert, der Schrank und die von
den Vorbesitzern missgestaltete ehemalige Waschkommode wurden
ausgebaut. Anstelle der Kommode bauten wir einen Toilettenraum ein.
Anstelle des Schrankes wurde eine Kommode eingebaut, die von nun an
unseren Kuehlschrank, zwei Schubladen und einen Apothekerschrank
beherbergt. Aus der vorderen Dinette machten wir eine
Rundsitzgruppe und wo fruehrer die Gasflaschen waren, liegt heute
unser Reserverad. Der Kuechenblock wurde neu konzipiert. Ein neuer
Zweiflammenherd wurde eingebaut und darunter befindet sich jetzt
eine 5 kg Gasflasche, mit Luftoeffnung nach unten ( gesetzlich
vorgeschrieben ). Schubladen und Besteckkasten wurden auch neu
angefertigt.
2005 - Mit dem Inneren soweit
erstmal zufrieden, sollte unser Suleica nun auch von aussen wieder
ansehnlich werden. Wie bereits erwaehnt, war er zu diesem Zeitpunkt
schon vollkommen "lackfrei" und wir fingen mit der Lackierung
an. Vorgesehen waren 3 Abschnitte, der untere Bereich, der
Dachbereich und zuletzt die Seitenbereiche. Die neue Farbe sollte
Atlantikgrau werden, allerdings in drei unterschiedlichen
Farbnuancen. Hand in Hand mit der Lackierung ging der Austausch
aller poroesen Fenstergummidichtungen. Dort wo es notwendig
war wurden auch neue Scheiben eingebaut.
Diese 3-Teilung war notwendig, da wir vom Tag des Kaufes unseren
Suleica genutzt haben, um auf Tour zu gehen. Es war Bedingung,
dass unser Suleica zu jeder Zeit der Restaurierung einsetztbar
und fahrbereit bleibt und ist.
und hier die private Webside der Macher von Suleica-Caravans
Bericht
II Wie in Bericht I von
Mark und Uwe habe auch ich mich entschlossen parallel aussen und
innen gleichzeitig zu restaurieren.
Man fragt sich: "der
Lack ist doch toll!"
nach endlosem Schleifen
und Spachteln mit normalen Fueller (heute wuerde ich Spritzspachtel
nehmen), danach noch viele kleine Loecher kitten, also
Fleckspachteln, und wieder schleifen
ca. 10 L. Altlacke
zusammengeschuettet und lackiert ( smile, schoenes Tuerkis), haette
ich eigentlich in dieser Farbe belassen sollen, haette mit den
neuen Scheiben bestimmt Klasse ausgesehen!
danach wieder
Feinspachteln -Exenter in die Hand und wieder schleifen- dann
nochmal 8 L. Altlacke zusammengeschuettet und Lackiert......in
"Badezimmergruen"
wieder schleifen und
endlich FERTIG !!
2005 Und jetzt gehe ich dem
Inneren an den Kragen! Und auch darueber werde ich euch natuerlich
berichten.
da ich seit ueber 20
jahren professioneller DJ/LJ bin, nebenbei die erste DJ-Schule
Deutschland gegruendet habe, Veranstaltungsservice seit 5 Jahren
betreibe und, lach, mit Camping eigentlich weniger am Hut hatte,
(ausser das die Schwiegereltern so ein Geraet besitzen und damit
auf nem Campingplatz rumhocken) habe ich "den" Suleica eher
genommen um aus "ihm" ein Messemobil, Kunstobjekt,
Werbefahrzeug zu machen.
und hier noch was was
die Zukunft angeht! nen Versuch ist es doch wert, oder? :-)), waere
dann der erste 500er, der schwimmfaehig waere
Bericht
III
Das Auseinanderbauen
dauerte ca. 3 Std., die Hochzeit gerade mal 1,5 Std. Es ist gar
nicht mal so schwer das Teil unten raus zu bekommen.
aber auch das wird sich
demnaechst aendern! Und ganz ausfuehrlich koennt ihr alles auf unserer
Privathomepage nachlesen: Bericht IV
Nach ca. 5-monatiger
Suche und sicherlich 3.000 gefahrenen Besichtigungskilometern nach
Deutschland von uns aus der Schweiz hatten wir ihn endlich
gefunden. Unseren Suleica G 500 mit Jahrgang 1967. Der Erstbesitzer
hat bis zum Verkauf an uns ueber 90.000 dokumentierte Kilometer mit
seinem Suleica zurueckgelegt. Mit viel Muehe und Kosten hat der
Vorbesitzer ueber 37 Jahre alle werterhaltenden Investitionen
getaetigt, die noetig waren, um den Suleica in diesem Zustand zu
erhalten. Angefangen von der sich abloesenden Innenverkleidung im
Jahr 1975 ueber eine Doppelverglasung, einem neuen Fahrwerk, bis
hin zur Lackierung und vielem mehr. Alles in allem hat der
Vorbesitzer in unseren Suleica sicherlich nochmals den damals
bezahlten Betrag investiert.
fuer uns war jedoch sehr
schnell klar, dass wir den Suleica trotz seines technisch sehr
guten Zustandes komplett neu machen wollten. Vor allem die
fehlenden Trennwaende im Eingangsbereich, zusaetzliche
Verstaerkungen der Stuetzfussauflagen, sowie das Verschliessen der
nicht mehr benötigten Heizungs- und Kuehlschrankluftueftungen waren
uns wichtig. Selbstverstaendlich auch kleine Details wie
Vorhangschienenfuehrungen, Wasserversorgung, Kuehlschrank,
programmierbare Heizung, sowie ein komplett neuer Schaltplan fuer
alle zukuenftigen Anpassungen oder Beduerfnisse muessen
beruecksichtigt werden.
Die folgenden Bilder
werden einigen Suleicabesitzern sicherlich die Traenen in die Augen
treiben. Wir moechten jedoch darauf hinweisen, dass unser Suleica
unter Verwendung aller vorhandenen und originalen Teile wieder
aufgebaut wird. Selbstverstaendlich mit den uns vorschwebenden
Anpassungen. Also nun hier unsere ersten Fotos der
Raeumung...............!
und jetzt kommen die
Moebel wieder rein und wir koennen endlich mit unserem Suleica auf
Reisen gehen.
Bericht V Es war im Jahr 2001, als meine Frau und ich zum ersten mal einem
Suleica begegnet bin. Als passionierte US Car-Oldtimerfahrer,
besuchen wir jedes Jahr etliche Events dieser Art. Dieses Treffen
im Jahr 2001 in Bad Doberan sollte meine zukünftigen Besuche
verändern. Schon bei der Suche nach einem geeigneten Platz, stach
uns ein grün weiß lackierter 57er Chevy mit einem 500er Suleica am
Haken, sofort ins Auge.
Noch nie haben wir vorher so ein Fahrzeug
gesehen. In dieser Szene sieht man eher einen Airstream oder kleine
DDR Wohnwagen. Unsere Überlegung war, den bisherigen Zustand zu
verändern, indem wir nicht mehr in unserem Chevy Van schlafen
müssten und keine, ständig nur Probleme machenden Pavillons
aufzubauen bräuchten, die undicht sind oder weg fliegen. Meistens
schaffen diese kein Jahr lang ohne Probleme zu bereiten. Im Van
schläft es sich zwar schon sehr ordentlich, aber es sieht immer aus
wie nach dem Krieg, weil man einfach zuviel mitschleppen muss.
Am Wochenende darauf sind wir mit rotem
Kennzeichen bewaffnet nach Verl gefahren und haben uns das Fahrzeug
angesehen. Es war ein Typ Q mit einer zusätzlichen Liegefläche
vorne, wo die Füße bis unter das Waschbecken des Waschraumes
liegen. Trotzdem der Wagen lange in der Scheune stand, war er im
Innern völlig fertig.
Was wahrscheinlich einer der Vorbesitzer
fabriziert hat. Alle Abdeckhauben des Laternendaches waren zerstört
und somit lief Wasser ungehindert ins Innere. Alle Schränke waren
angefault an den Unterkanten, der Fußboden zum größten Teil
eingebrochen, Farbe im Waschbecken, vom Muff und Schimmel gar nicht
zu Reden, Osmoseschäden ohne Ende und außen sehr wellig und uneben,
die Tür schien auch aus einem anderen Fahrzeugtyp, Flugzeug oder
U-Boot zu sein, Fenster, Gummis alles Schrott, kein Kfz Brief mehr
da, u.s.w.………Aber er hatte auch seine guten Seiten, die beste ist
die, dass es sich um einen der ersten 500er handelte, es war alles
komplett da was später bei der Rekonstruktion sehr hilfreich ist,
die Wandverkleidung war im relativ guten Zustand, wenn auch unten
zum Teil etwas angefault und er war rollfähig.
Also bezahlt, angehängt und mitgenommen. Die
Reifen sahen äußerst porös aus, was nicht gerade ein gutes Gefühl
vermittelte. Aber mit langsamer Fahrt gingen die 350 Km gut. Ich
war sehr überrascht, wie gut er hinterher läuft. Zuhause
angekommen, wurden schon Einrichtungspläne geschmiedet (typischer
Blödsinn). Bis dahin sollten nämlich noch mal 4 Jahre vergehen,
denn so lange stand er nun in unserer Scheune. Da sich so ein
Projekt, wenn es einen Top Erfolg werden soll, nicht auf die
„Schnelle“ machen lässt, verzögerte sich ständig der Anfang der
Restaurierung. Er sollte auch in einem Zug fertig gemacht werden,
wofür eigentlich nur maximal ein Jahr angedacht war. Ein Jahr hat
schon nur der äußere Teil gedauert, vom ersten Abschleifen bis zur
Lackierung.
eine moderne Spüle; eine eigene Stromversorgung
mittels 2,5 KW Stromaggregat; wenigstens 120 Liter Frischwasser;
mit Drucksystem und Außenzapfstelle; Warmwasser mit Umwälzung damit
sofort am Hahn heißes Wasser läuft; ein elektrisches drehbares WC
mit integraler Luftabsaugung; eine möglichst versteckte
HiFi-Anlage; allerlei Informationsmöglichkeiten über Stromspannung,
Temperatur innen wie außen, wie kalt ist der Kühlschrank und die
Tiefkühlung u.s.w. eine moderne 230 Volt Anlage mit Absicherung
jeder Steckdose oder Gerätes sowie einen Fi Schutzschalter; ein
automatisches Batterieladegerät; jedes Schrankfach, jedes
Staufach soll beleuchtet sein; die Stromeinspeisung soll unter dem
Wagen verdeckt liegen; die gesamte Batteriekapazität soll 400Ah
haben; und noch einige kleine andere Extras, sollten in diesem
Suleica verwirklicht werden. Das alles innerhalb eines Jahres, aus
heutiger Sicht war das sehr „Optimistisch“ Um es schon vorweg zu
nehmen, die gesamte Restaurierung dauerte 2 Jahre, fast jeden Tag
bis zu 10 Stunden und auch meistens Samstag und Sonntag.
da die Größe des Raumes verändert wurde und auch
etliche Fehlstellen wie z.B. vom Fallwassertank oder Schrank
vorhanden waren. Im Nachhinein bin ich auch ganz zufrieden, dass
ich nicht die gesamte Verkleidung abgerissen habe. Die neue
Wandverkleidung ist ein Kunstleder, was bis heute Schwierigkeiten
mit der Verklebung hat. Wie ich auch bisher bei anderen Suleicas
gesehen habe, gibt es leider keine Lösung, die der originalen
Verkleidung auch nur annähernd ähnlich sieht. Das Original ist von
Du Pont, diese Firma gibt es noch, aber leider nicht mehr diese
Sorte „Adretta Stepptex“.
Da es sich bei unserem 500er um einen der ersten
handelt, schien auch einiges mit der Tür nicht zu klappen. Die
sieht aus, als währe sie aus einem Flugzeug oder Eisenbahnwagon. Es
passte nichts an dieser Tür. Der Mittelabsatz war auf einer Seite
glatte 2cm höher als auf der anderen Seite. Mit viel
Polyesterauftragen und -füllen, passt nun dieser Teil der Tür
wenigstens rechts und links an seinen Anschluss. Aber leider blieb
ich gegen die Spalten oben und unten machtlos. Die Aussparung der
Karosse ist schlichtweg anders als die Gegenform der Tür. Es konnte
zwar etwas zur besseren Abdichtung, durch Erhöhen der Auflagefläche
bis zur Dichtung erreicht werden, aber auf Dauer keine zufrieden
stellende Lösung. Im Dach erstreckten sich über die gesamte Fläche
hunderte winzige Löcher, so genannte Osmoseschäden, aber es waren
auch etliche größere Flächen angefressen. Leider auch ein Zeugnis,
fehlenden oder zu dünnen Gelcoats. Das ist äußerst langwierig zu
beseitigen und man kommt nicht sonderlich gut bis zur Mitte des
Daches heran. Draufsteigen geht auch nicht, da bricht das Dach ein.
So klein diese Löcher auch sind, sie lassen sich sehr schlecht
füllen. An den Laternenfensterausschnitten war teilweise das GFK
ausgefressen und musste neu auflaminiert werden. Bei dieser
Gelegenheit habe ich gleich alle Öffnungen für die Zwangsbelüftung
verschlossen und ebenso die Schornsteinlöcher. Hier ist allerdings
Vorsicht geboten, denn Kochen mit Gas und die älteren Kühlschränke
(sind nicht zum Innenraum abgedichtet) verbrauchen den Sauerstoff
im Fahrzeug und außerdem wird die Luftfeuchtigkeit erhöht, weil
beim Verbrennen von Propangas Wasserdampf entsteht. Also, machen
wir zum Kochen immer einige Fenster auf. Nachdem das Dach fertig
war, ging es am unteren Teil weiter. Da wir einen 100 Liter
Absorber-Kühlschrank einbauen wollten, musste jetzt die genaue
Position des Gerätes bestimmt werden. Das hieß, die gesamte
Küchenzeile musste schon jetzt auf den Millimeter genau geplant
werden, damit die Be-.und Entlüftungsgitter genau positioniert und
ausgeschnitten werden konnten. Zudem geschah hier der radikalste
Eingriff in die Suleica Karosserie. Das Radhaus musste um 15 cm.am
Ende gekürzt werden, damit der Kühlschrank dahin passte, wo er
geplant war. Das bedeutete eine sehr aufwendige Verstärkung dieses
Bereiches, da an dieser Stelle große Kräfte von der Achse her
einwirken. Das gleiche galt auch im Bereich der oberen Entlüftung.
Dort wurde die nun ausgesägte Querspante in ganzer Länge durch eine
neu einlaminierte Hartholzspante ersetzt, die dann auch später die
Küchenarbeitsplatte trägt. Da der angestrebte Stil der 50/60er
Jahre bei Fahrzeugen dieser Zeit, wahren Chromorgien und
Übertreibung, waren die originalen Rücklichter inakzeptabel klein
und kümmerlich. Also musste eine Änderung her. Die fanden wir nach
ewigem Suchen leider nur bei einem Fahrzeug der Anfang siebziger
Jahre. Das war aber nicht dass einzige Problem. Da diese
Rückleuchten drei Kammern hatten, einmal rot mit Katzenaugen,
einmal rot klar für Bremslicht und einmal weiß für
Rückfahrscheinwerfer, mussten also alle Kammern mit einem
einheitlichen Glas versehen werden. Das hieß also, von diesem eh
schon so raren Rücklicht mussten 12 Stück besorgt werden und 8
Stück zerstört werden, um die Gläser auszubauen. (In Wirklichkeit
waren es 14 Stück, da es dabei zweimal daneben ging) Die
Oldtimerfans dieses Autotyps würden mich bestimmt steinigen, wenn
sie wüssten, was mit ihren Sammlerstücken geschehen ist. Nun waren
noch die mittleren gelben Fenster auszusägen, um gegen stylishe
Eistütenlichter ersetzt zu werden. Somit waren die Leuchten fertig.
Die Originalen wurden entfernt und es konnte ein Gehäuse aus GfK
angefertigt werden, das sich nach einigen versuchen ganz in die
Rundungen eines Suleica eingefügt hat. Ebenso wurden die Gehäuse
für die roten Dreiecke angefertigt, die unter dem Wagen zur
Heckwand hervorkommen. Alles ist in die Karosserie einlaminiert
worden und sieht nicht wie aufgesetzt aus.
An der Stelle, wo einmal die Luftgitter der
Trumaheizung neben der Tür saßen, sollten eine Gas- und
Wasserentnahme entstehen. Dazu musste ein GfK-Gehäuse von innen zur
Aufnahme einer Mischbatterie und einer Gas-Schnellkupplung
laminiert werden. Von außen wurde eine der Wagenform angepasste
Verschlussklappe angefertigt. Ebenso ist an gleicher Stelle unter
dem Wagen eine aufklappbare Stromeinspeisung und Außensteckdose
entstanden.
Nach diesen Übungen im Umgang mit GfK, habe ich
mich an das größte Teil das ich je aus diesem Material gebaut habe
gewagt. Zu allererst habe ich lange am Design gefeilt, da es sich
ja möglichst in das des Suleica einpassen sollte, nicht aussehend
wie ein Fremdkörper und auch den Zeitgeist der 50/60er Jahre
widerspiegeln sollte. Dabei kam ich auf die Idee mit den seitlichen
Entlüftungsöffnungen im Styl eines Mercedes 300SL oder einer
Chevrolet Corvette aus den 50ern. Die 3 Abdeckungen sollten mittig
konkav geformt und an den Enden nach oben steigend auslaufen. Der
Mittelteil musste klappbar sein, da sich in diesem Raum die beiden
10 Kg superleichten transparenten Gasflaschen befinden. Im linken
Raum sollen die beiden 14 Liter Truma Warmwasser- Speicher stehen
und im rechten Raum das Aggregat für die Gefriertruhe. Also wurden
diese Teile alle gekauft und auf eine wasserfest verleimte
Sperrholzplatte ausgerichtet, um die Größe zu ermitteln, die dieser
Kasten haben musste. Als nächster Schritt wurde Styropor auf die
Platte geklebt um einen Block entstehen zu lassen. Dieses Styropor
konnte nun sehr gut in Form gebracht werden und es war sehr gut
möglich, den gesamten Kasten direkt am Suleica zu sehen. Es konnten
noch einige Veränderungen und Anpassungen gemacht werden bis zu
seiner endgültigen Form. Somit konnte es jetzt ernst werden. Ich
habe auf das Styropor eine Plastikfolie aufgebracht, quasi als
Trennschicht zwischen Polyester und Styropor, denn die vertragen
sich nicht besonders gut. Die ersten beiden Schichten Glasfaser
habe ich aus sogenannter Rowingmatte aufgelegt. Gleichzeitig wurde
auch das Sperrholz mit einlaminiert. Es wurden die Ausschnitte für
die seitlichen Entlüftungen ausgesägt und der Hintergrund mit
einlaminiert. Zum Abschluss kamen noch einige Lagen aus immer
feiner werdenden Glasfasermatten auf die Rowingmatte. Dann war der
spannende Moment da, wo das Styropor entfernt wurde. Waaauh!! Ein
toller Anblick. ---Innen wurden die Trennwände der einzelnen
Kammern einlaminiert und es erwies sich, dass der gesamte Kasten
äußerst stabil war. An den Befestigungspunkten zur Karosserie
wurden einige Verstärkungen auflaminiert und zur Befestigung auf
der Deichsel habe ich einen u-förmigen Träger gebaut. Somit liegt
die Unterseite gut und fest auf der Deichsel. Die obere Befestigung
am Suleica ist später beweglich mit dem Wagen verbunden worden. Das
ist ganz wichtig, weil das Deichselrohr sich ganz enorm durchbiegt.
Bei Bodenwellen oder sonstigen Schlägen würde diese Befestigung
ausreißen. Als Abschluss wurden die oberen Deckel nach demselben
Verfahren laminiert. Hierbei kam mir wider die besonders leichte
Bearbeitung des Styropors zu Gute, da sie ja in der Mitte konkav
werden sollten.
Alle Deckel anpassen, Formen nachspachteln,
Befestigungsflächen und Wasserablaufrinnen anlaminieren, sowie ein
Scharnier einbauen. Ab jetzt begannen aber leider die unschönen
Arbeiten. Alles zu Spachteln und zu Glätten, Schleifen, Staub und
Husten. Und weil das So`n Spaß macht, gleich an der Karosse des
Suleica weiter. Dabei ließ mir die Passform der Eingangstür keine
Ruhe. Ich konnte oben und unten die Hand flach reinschieben, die
mittlere Verstärkungsleiste war an einer Seite 2cm höher als die
andere Seite. Ich entschloss mich, die Verstärkungsleiste zum Teil
auszutrennen und neu anzupassen. Ebenso habe ich die eigentlich am
Dichtgummi anliegenden Flächen aufgefüllt damit sie wenigstens an
den Gummi heranreichen. Die Scharnierauflagen sind erhöht und neu
angepasst und bei dieser Gelegenheit gleich zur Stromübertragung
für die später in der Tür befindliche Bar bearbeitet. Aber es ist
bis heute nicht eine 100% Lösung. Das Hauptproblem ist die
unterschiedliche Formung des rechten und linken
Türausschnittholmes. Wenn man seitlich am Wagen entlang blickt,
sieht man ganz deutlich den unterschiedlichen Radius der beiden
Holme. Es würde nur gehen, wenn die Tür ebenfalls rechts und links
unterschiedliche Radiusform hätte. Das würde bedeuten, die Tür
komplett mit der hinteren Verstärkung zu zerschneiden und neu
herzustellen. Da sich GfK nicht so weit dauerhaft verformt, liegt
hier ein schlichter Verarbeitungsfehler des Herstellers vor. Nun
wird noch das ehemalige Wäschefach, Das so oft als Müllfach
missbraucht wird, zu einer beleuchteten Bar umgebaut. Unten stehen
die Flaschen und oben die Gläser. Später wird alles mit dem blau
getönten Glas der Suleicascheiben verschlossen. Der weitere Verlauf
für etliche Monate ist Spachteln und Schleifen. Hierbei ist es
absolut wichtig mit dem Lackierer, der alles einmal lackieren soll,
abzusprechen wie diese Arbeiten gemacht werden sollen. Somit kann
er sich auch ein Bild von dem gesamten Wagen machen, wo und an
welchen Stellen was geht. An unserem Wagen sind Flächen teilweise
bis zu 2cm Tiefe aus der Form gewesen .Das geht natürlich nicht
mehr mit Spachtelmasse zu machen. Dort muss entweder auflaminiert
oder mit Glasfaserspachtel gearbeitet werden. Für normale Füllungen
habe ich Aluminiumspachtel verwendet, weil der flexibeler sein
soll. Das war die schlimmste Zeit der gesamten Restauration. Die
Spachtelmasse habe ich nur noch kartonweise in 1,5Kg Dosen
bestellt. Mittlerweile sind 11 Monate vergangen und es liegt jetzt
die Lackierung an. Ich habe alle Fensterrahmen und Scharniere
ausgebaut weil diese 2 farbig werden sollen. Dabei musste ich bei
fast allen Rahmen etliche Hohlräume mit Polyesterharz füllen, weil
sich die Rahmenhälften von einander gelöst haben. 2 Gewindeplatten
haben sich auch aufgelöst und wollten erneuert werden. Die
Befestigungen der Fensteraufsteller am Wagen sind auch nicht gerade
sehr üppig ausgefallen und es ziehen sich einige Schrauben durch
das Polyester. Sollte also bei einer Restaurierung berücksichtigt
werden. Bei dem Besuch eines Oldtimertrödelmarktes, fand ich 2
Lampen, die meiner Vorstellung einer Begrenzungslampe für einen
Wohni sehr entsprachen. Ursprünglich waren es wohl
Begrenzungsleuchten für einen alten Motorrad-Beiwagenkotflügel. Die
Form könnte auch halbwegs passen, also mitgenommen. Zu Hause
angehalten und sie passten mit einigen kleinen Veränderungen exakt.
Auf den Geschmack gekommen, sollte nun auch eine Lösung für die
hinteren rot/weißen Begrenzungslampen her. Aus mehreren verklebten
1cm Polystyrolplatten wurde ein Unterteil für eine
Begrenzungsleuchte in Form einer Apfelsinenscheibe gebaut. Es passt
sich genau and die Karosse an und sieht aus, als währe es immer so
gewesen.
In der Spritzkabine wurden zwischenzeitlich die
losen Teile wie Rahmen Tür und Deichselkasten lackiert. Danach ging
der Wagen in die Kabine und nach dem Abkleben ging es mit dem
Streifen in weiß los. Nach dem Trocknen wurde der weiße Streifen
abgeklebt und es ging zur Hauptsache. Nach dem gelben Basislack
wurden 3 Schichten Klarlack aufgetragen. Das Ergebnis war schier
beeindruckend. Nach allen Mühen und Qualen vom Spachteln und
Schleifen wurde ich mit diesem Anblick belohnt.
Ein besonderer Dank soll hier an den Lackierer
gehen, der eigentlich der Hauptakteur für ein gutes Aussehen ist.
Auch ein Lackierer macht nicht jeden Tag so ein großes Fahrzeug und
daher war auch er schwer beeindruckt, wie viel Lack auf einen
Suleica geht.
Nachdem nun unser Suleica wieder in der Werkstatt
steht, kann es im Innenbereich weiter gehen. Als nächster Schritt
sollte die Bodenplatte eingebaut werden. Dazu musste erst einmal
festgelegt werden, wo und welche Versorgungsleitungen, Kabel und
ähnliches sitzen und auch keines vergessen wird. Wenn hier ein
Fehler passiert, währe es eine Katastrophe, weil man danach nicht
mehr herankommt. Also wurden zuerst die Platten zugeschnitten in 4
Einzelteile und eine Verbindung zueinander eingebaut. Leider war es
nicht möglich ein Plattenformat zu finden, was mit nur 2 Hälften
gegangen währe. Die Platten wieder herausgenommen und alle
Versorgungseinrichtungen installieren, sowie den Batteriestandort
bestimmen. Alle Warmwasserleitungen isolieren, Steckdosenorte
bestimmen und nicht vergessen, jedes Teil zu beschriften, damit man
auch nach Tagen noch Bescheid weiss.
Jetzt war auch der Zeitpunkt gekommen, wo die
Tiefkühltruhe eingebaut werden musste, da die Isolierung durch die
Schrägheit des Bodens bis auf den selbigen gehen musste. Zu diesem
Zeitpunkt musste auch schon der Radius der vorderen Polster
feststehen, da der Deckel der Truhe gleichzeitig die Auflage der
Polster ist. Die Form der Truhe wurde aus Hartschaumplatten
ausgesägt und aufeinander verklebt. Da die rechte Seite hinter der
Eingangstür nach vorne und unten rundlich ist, gab es keine andere
Lösung. Somit ist aber der Raum optimal ausgenützt und auch
hervorragend isoliert. Die Standflächen der Tische vorne und hinten
wurden unterhalb der Fußbodenfläche verstärkt, damit sie später
fester stehen. Nun durften die Fußbodenplatten wieder rein und
miteinander verschraubt und verklebt werden. In der guten Hoffnung
alle Versorgungselemente eingebaut zu haben, wurden die Platten
ringsum wieder Laminiert. Das trägt erheblich zu Stabilität der
Bodengruppe bei und sollte nicht Weggelassenwerden.
Leider habe ich bei verschiedenen Rallye 70
Modellen schon gesehen, dass dort die Platten von Hause aus nicht
einlaminiert waren. Sparmassnahmen? …...
Im Bad gab es eine Sonderlösung, da wurde es
direkt auf das Holz der Trennwand geschraubt. Alle Vor und
Rücklaufleitungen verbinden und erst einmal fertig bis zum Einbau
des Boilers. Und weil es gerade schön warm ist draußen und leider
auch in der Werkstatt, wurde jetzt die Klimaanlage eingebaut. Der
Platz befindet sich gleich hinter der Trennwand des Bades, unter
den Polstern des vorderen Stauraumes. Eine Zeichnung gab zum Glück
genau die Positionen der Durchbrüche im Boden an, wo die Anlage die
warme Luft ausbläst und kalte Luft ansaugt. Aber es musste auch
Luft verteilt werden. Sie sollte den hinteren, den vorderen Teil
und das Bad kühlen, zu dem auch einzeln regulierbar sein. Dazu habe
ich einen Kanal erdacht, der vom Aggregat unten, hoch zur Decke
geht und von da aus abzweigt durch das Bad und den Schrank zum
hinteren Teil. Am Ende jeweils mit einstellbaren Düsen. Am vorderen
oberen Schachtteil wurde auch die drahtlose Ansteuerung
untergebracht. Der gesamte Schacht ist inwändig mit
Kälte-Absorbierender Aluminiumfolie verkleidet und außenseitig mit
Birkenholz furniert. Somit fügt er sich kaum wahrnehmbar in das
Gesamtbild ein. Die anzusaugende Luft holt sich die Anlage aus den
Öffnungen am vorderen Heizungsträger. Als kleinen Luxus kann man
die Klimaanlage mit einer Fernbedienung steuern. Mittlerweile
wollte man aber auch mal sitzen und damit wurden die hintere und
vordere Sitzgruppe angefangen. Oberste Priorität hatte dabei aber
der Sitzkomfort, der im Originalzustand eigentlich unglaublich ist.
Beim Anlehnen an das Rückenkissen hat man immer die rundumlaufende
Spannte im Rücken und man weiß nach einer Weile schon gar nicht
mehr wie man sitzen soll.
Aber bevor das alles beginnt, mussten noch die
neuen Rückleuchten eingebaut werden und von der Innenseite her
verkabelt und verschlossen werden. Zudem war auch jetzt der
richtige Zeitpunkt um die beiden 65 Liter Frischwassertanks rechts
und links einzubauen. Nun konnte die Sitzgruppe beginnen. Die
besondere Herausforderung war bei der hinteren ja die, sie musste
zum Schlafen umwandelbar sein. Für die vordere viel das weg, da wir
nur zu zweit sind. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Tische
erstens einen Trompetenfuß haben sollten und die Tischplatte
nierenförmig sein musste. Also viel die Möglichkeit des
Tischversenkens schon mal gänzlich aus. Das Endresultat sah dann so
aus:
Es wurden die Sitzflächen aus wasserfesten
Sperrholz gebaut und jeweils vorne und im hinteren Teil eine große
Klappe für den Stauraumzugang integriert. Zum Schlafen wird der
Tisch, der mit einer im Boden verankerten Gewindehülse mit wenigen
Drehungen festgezogen wird, einfach weggenommen. Die Tischplatte
lässt sich dazu ganz einfach vorher abnehmen und an der Wand am
Fußende über Nacht abstellen. Dort stört sie nicht und ist aus dem
Weg. Der Trompetenfuß wird dann unter den vorderen gleichen aber
etwas höheren Tisch abgestellt und ist ebenfalls aus dem Weg. Die
nun große Lücke zwischen der linken und rechten Seite wird einfach
mit 2 genau passenden Sperrholzeinlagen geschlossen, und von unten
her mit einem quasi zusammenfaltbaren Würfel gegen einbrechen
abgestützt. Dieser Würfel befindet sich dann später
zusammengefaltet im Stauraum und die beiden Sperrholzeinlagen
werden einfach unter die Polster geschoben. Etwas ungewöhnlich und
vielleicht auch umständlich, aber wie schon eingangs erwähnt, hat
das Design Vorrang vor der Nützlichkeit
Als nächstes kam erst einmal die Küche an die
Reihe. Eigentlich wurde sie wieder so aufgebaut wie im
Originalzustand. Vorne 4 Türen und rechts der Kühlschrank, in der
Mitte ein Zwischenboden. Es musste aber so gut wie jede Leiste
erneuert werden, da hier fast alles weggefault war. An der Seite wo
früher einmal die Truma-Gasheizung stand, ist jetzt ein
Abfallbehälter (beleuchtet) entstanden, den man einfach nur ankippt
und befüllen kann. Darüber ist ein neues Klappfach entstanden und
auf der linken Seite ist eine große Klappe. Dahinter befinden sich
im oberen Teil 3 Absperrventile für alle Gasgeräte und
Außensteckdose. Im unteren Teil wird die Außenbrause mit Schlauch
aufbewahrt und an der Tür werden alle Wagenschlüssel angehängt. Im
unteren Teil der Küche befinden sich ein Batterie-Hauptschalter und
eine 100Ah.Batterie. Die Druckwasserpumpe mit Isolierung gegen
Geräusche sitzt unter dem Kühlschrank und auf der linken Seite
befindet sich unten hinter der Frontverblendung ein selbstgebautes,
gefaltetes Basshorn (Lautsprecher). Obendrauf ist eine Spüle mit
Glasdeckel und ein Gas-Cerankochfeld. Seitlich ist zwischen dem
Kühlschrank und der Arbeitsplatte noch genug Raum für einen
herausziehbaren Besteckkasten. Über die gesamten Frontseite im
oberen Bereich erstreckt sich eine Plexiglasfrontblende, die es im
wahrsten sinne des Wortes in sich hat. Für ein einheitliches
Aussehen der Bedienelemente mussten alle Bedienungsknöpfe von
Ceranfeld und Kühlschrank einheitlich im Design werden und wenn sie
noch ein wenig leuchten würden…….Es endete schließlich damit, dass
die Bedieneinheit vom Ceranfeld zerlegt wurde und mit neuen
Verbindungswellen, Lagerungen u.s.w. an einer anderen, besser
passenden Stelle platziert wurde. Beim Kühlschrank lief es nicht
anders. Als Bedienungksnöpfe fand ich nach langem Suchen eine
akzeptable Lösung. Aus transparentem Kunststoff bestehende
Wasserhahngriffe waren fast perfekt dafür. Da ich eine kleine
Drehbank besitze, konnte ich die Kunststoffteile einfach
runterdrehen, so dass sie nicht wie ein Wasserhahn weit heraus
standen. In das Plexiglaspaneel wurden dann kleine Leuchtdioden
eingelassen, die diese Knöpfe beleuchten. Beim einschalten des
jeweiligen Drehknopfes geht dann das Licht aus und eine sich hinter
dem Paneel befindende LED kreist mit dem Knopf und zeigt damit auf
der Skala die Einstellung an. Eine super Spielerei, seit dem macht
kochen viel mehr Spaß. Und es schmeckt viel besser ……..?? Der
Kühlschrank hat noch 3 Zusatzlüfter auf der Rückseite bekommen um
bei hohen Temperaturen mittels eines Thermoschalter zusätzlich
gekühlt zu werden. Aus dem Paneel befindet sich zwischen den
Bedienelementen eine LCD Display-Anzeige, die mich darüber
informiert, welche Temperatur im Kühlschrank herrscht. Schmeckt
neuerdings alles viel frischer aus dem Schrank……?? Einige andere
LCD Anzeigen informieren mich über die Stromspannung der Batterie,
die Stromspannung der 230 Volt-Anlage oder des Aggregates und
jeweils eines für die Temperatur im Wagen sowie außerhalb des
Wagens. Der Wassertankinhalt wird mittels LED`s angezeigt, die
Druckwasserpumpe wird von hier geschaltet, die gesamte
Hängerbeleuchtung kann von hier aus eingeschaltet werden, und von
hier aus wird auch das Stromaggregat gestartet. Ein weiteres
LCD-Display befindet sich auf dem Bedienpaneel unten an der
Tiefkühltruhe. Nach dieser Aktion, die erhebliche Mengen an Zeit
gekostet hat, konnte ich mich nun wieder den Holzaufgaben zuwenden
-->>--Ach ja, da war noch etwas…….Eines morgens komme ich in
den Suleica, und mir fällt auf, das die Temperaturanzeige, die
sonst immer eingeschaltet ist, nicht geht. Nach weiterem Prüfen,
stelle ich fest, dass alle anderen LCD-Displays ebenfalls nicht
gehen. Es war absolut kein Fehler im System zu finden. Vermutlich
sind sie aller Wahrscheinlichkeit nach durch eine Überspannung
zerstört worden. Erst nach dem ich alle neu gekauft und eingebaut
hatte ging alles wieder wie gewohnt. Die Vermutung liegt nahe, dass
in unmittelbarer Nähe ein Blitz eingeschlagen haben muss und durch
die Atmosphärische Überspannung sind die Displays
gestorben.--<<--
Das macht dann mit der im Wagen stehenden
Batterie, fast 400Ampere Gesamtleistung. Die Steckdosenverbindung
von der Stufe, geht nach vorne unter den Deichselkesten. Die Kabel
sind alle mit Cekonstecker versehen und haben das Format
„Starthilfekabel“ Und somit auch kaum Verlust. Um nicht schon am
Reiseziel mit eine leeren Batterie anzukommen, (mein
Tiefkühlschrank braucht immer Strom für sein Aggregat) habe ich mir
an jedem Fahrzeug das ich zum Ziehen nehme eine extra Steckdose
neben der Hängerkupplungsdose angebaut. Die wird direkt von der
Autobatterie im Starthilfekabelformat gespeist. Das armselige
kleine Kabelchen in der Kupplungsdose dürfte bei einer Gespannlänge
von guten 12Metern nur noch dem elektrischen Rasierapparat eine
laue Bewegung entlocken.
Also
musste immer mit dem Stecker geschaltet werden. Nach einigen
Schnitten bekam ich auch heraus, dass wenn man Zeitungspapier
zwischen Holz und Schaumgummi legte, das Messer nur so
durchflutschte. Der Schaumgummi rutschte nicht so gut auf dem
Sperrholz. Die rund werdenden Rückenlehnen mussten aufgeschnitten
werde und mit Schaumstoffkeilen zu einer Rundung geformt werden. Zu
dem sollten alle Rückenlehnen nicht steil im 90° Winkel stehen,
sondern eine angenehme Neigung haben. In der vorderen Polstergruppe
sollten die Rückenlehnen oben nicht eckig enden, sondern rund sein.
Der Deckel der Tiefkühltruhe sollte sich auch mit dem Kissen
zusammen öffnen lassen. Nach dem alles zugeschnitten war, wurde
erst einmal alles ausgelegt und der Sitzkomfort geprüft. Ohne
Spannte im Rücken beim anlehnen war die reinste Wohltat. Hinten
wurde jetzt umgebaut zum Bett und das Maß ermittelt, was die
zusätzlichen 2 Kissen zum Ausfüllen der Mitte haben mussten.
Probieren, ob alle nicht gebrauchten Rückenlehnen in den Stauraum
passen und ein kleiner Design-Check. Wir stellten fest, dass der
Abschluss oben nicht so optimal aussieht und auch nicht später die
Gardinenenden verdecken wird. Die Lösung lag in einer bis zum
Klappfenster gehenden Schaumgummirolle, die am Ende des Fensters
schräg ausläuft. Da die Oberfläche des späteren Stoffes nicht nur
glatt liegen sollte, beschlossen wir rundherum Muschelförmig von
der Sitzfläche außen bis zur Rücklehnenoberkante so genannte
Pfeifen absteppen zu lassen. Die große Schwierigkeit liegt hier
darin, dass die Pfeifen von der Sitzfläche zur Rücklehne genau
zusammenpassen mussten und die Abstände der Pfeifen oben sollten
gut vermittelt werden, da sich die Zwischenräume bedingt durch die
Rundungen verändern. Nach dem alles gut aufgezeichnet war, ging es
daran, was nun oben rauf kommt. Nach etlichem suchen und probieren
entschieden wir uns für mintfarbenes Alcantara. Und nun begann ein
nicht zu glaubendes Problem. Wir haben keinen Sattler gefunden, der
uns die Polster nähen wollte. Man hatte bei fast allen den
Eindruck, dass es ihnen zu viel Arbeit ist. Bei keinem kam die
Verhandlung bis zum Preis, nur mehrfach wurde der Vorschlag
gemacht, „warum machst du das denn nicht glatt, ist doch viel
einfacher“ einige stellten auch Unverholen fest, „du hast den Stoff
ja nicht bei mir gekauft, dann kann ich ihn auch nicht nähen“ Auf
die Frage ob er auch den Stoff liefern würde, wusste er nicht woher
er ihn bekommen könnte. Einfach unglaublich! Ich war schon drauf
und dran, den Auftrag nach Polen zu vergeben, zumal es nur 40Km
entfernt ist. Durch einen Tipp, haben wir dann einen Polsterer
gefunden. Der kam auch und hat sich alles angesehen und gleich
mitgenommen, weil er momentan ein bisschen klamm ist. Diese Ansage
hat uns auch nicht gerade Freudengefühle bereitet. Zwischendurch
musste ich nämlich noch 2 zugeschnittene Rückenteile von ihm
abholen, da diese in einer Stickerei mit einem Schriftzug bestickt
werden sollten. Dabei habe ich natürlich seine Werkstatt gesehen
und war schlicht weg entsetzt, wie es da drin aussah. So sah nicht
einmal meine Werkstatt nach 2 Jahren Suleica Restauration aus. Mir
war wirklich nicht gut, bei dem Gedanken an unseren teuren
Stoff.
Dieser Zusatz färbt das Wasser in einem
Neonfarbenen gelbgrünlichen Farbton. Somit erstrahlen die
milchigweißen Heizschlangen jetzt in Neonfarben. Nach einer langen
Entlüftungsphase, heizte das Gerät wie erwartet und es wurde warm
im Suleica, was ja nicht unbedingt so hätte sein müssen. Denn es
ist ja kein Heizungsboiler und so viel Leistung hat er auch nicht.
Aber es ist eine sehr angenehme gut zu dosierende Wärme, vor allem
aber für jede Stelle einzeln regelbar und keine Geräusche. Die
ganze Nacht über ein warmes Bad.
Beide
Flaschen sind mit einer Umschaltautomatic zusammengeschlossen, die
verhindert, dass alles ausgeht bei einer leeren Flasche. Die Zweite
wird automatisch zugeschaltet. Das schöne an Compolightflaschen
ist, man sieht wie viel noch drin ist und sie sind noch leichter
als Aluflaschen. Der Nachteil ist allerdings, nicht alle
Füllstationen wollen sie füllen.
Jetzt kann es gleich weitergehen mit Gardinen.
Wieder einige Tage mit Suchen vertrödelt und dann doch noch etwas
passendes gefunden. Im Suleica müssen erst alle unteren
Laufschienen neu verlegt werden. Dazu muss eine breitere
Auflagefläche geschaffen werden. Bei den älteren Suleicas wurden
die Laufschienen nur auf der schmalen Kante der umlaufenden Spannte
getackert. Damit sitzen die Gardinen an der Wandverkleidung. Bei
den Neueren hat man das mit einer Auflage verbreitert. Nach der
Fertigstellung aller Schienen stellte sich jetzt nur noch die
Frage, wer näht uns die Gardinen? Damit ging das gleiche Problem
los, wie mit den Polstern. Ich habe alle im Umkreis von ca.100Km im
Branchenbuch gefundenen Gardinenstudios, Nähereien und sonstigen
Firmen, die dafür in Frage kommen angerufen. Unsere Vorstellung war
die, eine von oben nach unten straff und in der Breite in vielen
Falten hängende Gardine und Stores. Es wollte keiner machen. Zum
Teil kamen ein Paar Leute vorbei und die musste ich erst noch auf
die Problematik hinweisen. Alle dachten ein Paar rechteckige
Zuschnitte passen. Geht aber nicht auf Grund der besonderen Form
des Suleica. Wenn man jede einzelne Gardine ausmisst, ist keine
gleich mit der Anderen. Selbst die rechte zur linken Seite ist
unterschiedlich. Und dass bei 16 einzelnen Gardinen, dazu hatte
keiner Lust, oder besser vielleicht die dafür notwendige Ahnung. Es
kamen Ausreden wie nein, das geht mit rechteckigen schnitten (geht
nicht, habe ich vorher probiert) bis wieder hin zur Standartausrede
„sie haben ja den Stoff nicht bei uns gekauft“ und auf die Frage,
ob sie denn diesen Stoff oder ein vergleichbares Design liefern
können, mussten alle passen. Weil ich nun restlos verärgert war auf
die Klein- und Mittelunternehmer in den neuen Bundesländern, die
permanent nur am Jammern und Seiern sind, kann mir deren Armut nur
noch ein müdes Lächeln entlocken. Solche Unternehmer gehören nun
mal „aussortiert“ Ich machte mich nun aus der Not heraus, selbst
daran, mit unserer Nähmaschine „Freundschaft zu schließen“. Erst
einmal ein Paar Proben genäht, und mich bei Bekannten schlau
gemacht. Nach dem ich nun eine ausgemessen und zugeschnitten hatte,
wurde die erste Gardine angefangen. Hat zwar lange gedauert, mit
Kräuselband und Bügeln, aber sie passte exakt an ihren Platz. Nach
mehreren fertigen Gardinen, bemerkte ich schon, dass die gekauften
Gardinenhaken niemals reichen werden und eine gleich mit eingenähte
Fahne mit der Bezeichnung der Gardine ist auch sehr hilfreich. Die
ganze Nähaktion hat gute 2 Wochen gedauert, aber letztendlich hat
alles gepasst und sitzt so wie es geplant war. Und alle Gardinen
und Stores halten nun an sagenhaften 994 Gardinengleitern.
(Unglaublich) aber war.
3 Suleica-Schriftzüge für außen wurden in Auftrag
gegeben und aufgezogen und über die Eingangstür noch eine
Regenhutze befestigt. Später werden noch über alle Fenster solche
Hutzen kommen, da diese leider beim Lackieren zu Hause geblieben
waren. Ich traue auch den neuen Dichtungen nicht so recht, da bin
ich mit den Hutzen doch auf der sicheren Seite. Das kleine rote
Schäfer Suleica Schild an der Heckseite musste sich auch einer
Restaurirtung unterziehen und erstrahlt nun wieder im alten Glanz.
Leider mit einer falschen Beschriftung, da steht nämlich Suleica F
430 drauf. Das würde ich sehr gerne gegen ein passendes tauschen.
Ich glaube, beim 500er steht gar keine Typ-Bezeichnung drauf.
Zwischenzeitlich kam auch die Gasanlagenabnahme oder Prüfung
zustande, die ohne Mängel verlief. Dafür gibt es gegen „Bares“ eine
goldene Plakette und ein Prüfbuch. Ab jetzt geht es auf der
Hebebühne unter dem Wagen weiter. Zuerst wurden mal die
Bremstrommeln abgezogen, da alle Lager ziemliche Geräusche machten.
Dabei entstand gleich ein neues Problem. Die alten Achsen haben
hinter den Radlagern, da wo heutzutage ein Simmerring die Lager
gegen die Bremsankerplatte abdichtet, einen Schleifring. Der sieht
ähnlich aus, wie ein Kolbenring eines Motors und ist auch ebenso
spröde. Da nun das innere Teil des Schrägrollenlagers (der Käfig)
auf dem Achszapfen fest sitz, geht das in 90 % nicht ohne dass
dieser spröde Dichtring zerbricht. Der Lagerkäfig passt nicht durch
den Dichtring. Es kann natürlich sein, dass es bei den neueren
Modellen anders, also mit einem Simmerring abgedichtet ist. Aber
das lässt sich leider nicht von außen feststellen. Hier ist größte
Vorsicht angesagt wenn die Bremstrommel. abgezogen werden soll. Ich
konnte mir in meinem Fall weiterhelfen, da ich eine Drehbank habe.
Somit konnte ich eine Hülse drehen und polieren, die das Maß eines
neu besorgten Simmerring hat. Nun vorgewarnt habe ich auf der
anderen Seite mit allen erdenklichen Tricks und Streicheleinheiten
versucht die Trommel abzuziehen, was mir wiedererwartend auch nach
langen Gefummel gelang, ohne dass der Dichtring zerbrach. Es wurden
die alten Kegelrollenlager ausgepresst und durch 4 neue, nicht
gerade billige ersetzt.
Die Bremsbeläge waren völlig am Ende und
total Glashart. Hier half mir ein großer Zufall. Bei eBay hat ein
Kfz- Zubehörladen seine alten Lagerbestände der 60/70er Jahre
ausverkauft. Nun hat natürlich keiner Suleica oder Hahn
Bremsbeläge, die würde kein Mensch kennen. Der Zubehörladen hat
aber zum Glück die auf der Packung stehenden Maße angegeben und
weil es von diesem Fahrzeug 2 verschiedene Bremstrommeldurchmesser
gab, stand dieses Maß auch auf der Packung. Siehe da, sie passen
genau auch für meine Hahn-Achse. Ich habe alles gereinigt,
lackiert, zusammengebaut. und eingestellt. Die Stoßdämpfer haben
trotz ihrer Jahre noch volle Leistung, die Bremsseile waren nach
kleinen arbeiten auch O.K. Die Auflaufeinrichtung wurde gezogen und
begutachtet, war auch in Ordnung, aber der Auflaufdämpfer war schon
fast in seine Einzelteile zerlegt. Das war damals schon beim
Abholen des Wagens klar, denn beim Bremsen lief er immer voll auf
und blockierte kurz. Nach seinem Austausch wurde alles wieder
zusammengebaut und eine neue Staubmanschette zierte nun die
Auflaufeinrichtung. Am ewig ausgeschlabberten Feststellbremshebel
wurde ich auch einige Zeit los, bis der wieder einigermaßen fest
saß. Auch hier ging nichts ohne Drehbank, um kleine Hülsen oder
Reibscheiben zu drehen. Als kleinen krönenden Abschluss wurde nun
auch der Suleica von unten geschliffen und diesmal allerdings mit
Pinsel und Rolle lackiert. Ich war schwer beeindruckt, dass da
unten 4 Kg vom teuren Autolack locker verschwanden. Aber gelb deckt
nicht so ohne weiteres. Das Achsrohr wurde, so gut man ran kam, mit
silberfarbenen Hammerit gestrichen. Ein Paar schöne Schmutzlappen
mit einem extra angefertigtem V8 Logo aus poliertem Nirostastahl,
gleich passend zu denen des Zugfahrzeugs, krönten nun den
Unterboden. Da wir nun schon beim Niro waren, wurde auch noch ein
polierter Rahmen für die Anhängerdreiecke am Heck gefertigt. Als
i-Tüpfelchen standen ein Paar verchromte 6 J 14 Stahlfelgen mit
195/70 R14 meines 69er Ford Mustang bereit.
Zum Anmelden lief allerdings der volle
Staatsapparat an. Mit Unbedenklichkeitsbescheinigung aus Flensburg,
(leider war kein Kfz-Brief beim Kauf mehr vorhanden) diese und jene
Bescheinigung oder Nachweis. Die Vollabnahme bei der Dekra lief
ohne Probleme und mit mehreren Reifengrößeneintragungen ab. Somit
stand nun der Zulassung nichts mehr im Weg. Selbst ein
Wunschkennzeichen mit SU 500 war noch machbar. Bei soviel Freude
musste ich mir ja schon Gedanken über ein adäquates Vorzelt machen.
Mit meine vorhandenen Vorzelten, wenn auch original zum Suleica
passend, konnte ich mich nicht anfreunden. Folglich haben wir ein
neues und modernes, in der Farbe halbwegs passendes gekauft. Hinter
diesem Zelt, kommt der Suleica sehr gut zur Geltung. Erst hatte ich
doch Bedenken, wegen der rundlichen Form des Daches und der nicht
winkelig nach unten gehenden Einzugsschiene. Aber bis auf das
vordere Ende passte es gut ran. Am vorderen Ende habe ich ein wenig
Abnähen lassen und einen kleinen Spanner mit eingesetzt, dass es
nicht aus der Schiene gezogen werden kann. Die Campingmöbel sahen
nun allerdings ein wenig armselig aus. Ich machte mich daran, neue
Klappstühle mit Hochlehne zu kaufen, und einen großen
Aluminiumrolltisch. Um der ganzen Sache ein wenig Stil zu geben,
Habe ich die Auflagen aus dickem Schaumgummi selbst hergestellt und
sehr üppig werden lassen. Man sitzt jetzt wie in einem Sessel. Als
Polsterstoff kam dann nur etwas in Wagenfarben aus zitronengelben
Leinentuch und weißem Synthetikstoff in Frage. Also wieder ab zum
Polsterer und nähen lassen. Wieder wie immer das Gejammer darüber,
das es ja auch einfacher geht. Zwischendurch nach dem Zuschneiden
wurden die oberen Rückenteile wieder zur Stickerei gebracht und in
jedes Kissen ein silbergrauer Suleica-Schriftzug gestickt.
Nachdem alles fertig genäht war, zog ich die
Bezüge auf die Kissen und wurde wieder für einigen Stress belohnt.
Ein toller Anblick. Auch die eigens angefertigten Armlehnen
erwiesen sich als saubequem. Und da ich schon beim Sattler war,
sollte er mir gleich noch einen vorher besorgten Barhocker aus den
50ern mit kegelförmigen Oberteil und einem Trompetenfuß beziehen,
mit dem mintfarbenen Polsterstoff. Der sollte im Suleica als
Beistellhocker am Tisch stehen.
Das war allerdings unglaublich, was er da gemacht
hat. Weil er scheinbar nicht wusste, wie man den Kegel zuschneidet,
hat er einfach einzelne Stücke zusammengesetzt. Diesen Hocker habe
ich dann selbst noch einmal neu bezogen und mit einem
Reissverschluß versehen. Leider geht so ein dicker Stoff nicht
richtig auf einer Haushaltsmaschine zu nähen, aber irgendwie ist es
mir doch gelungen und sieht jetzt topp aus. Der Fußboden wartete
auch auf etwas Belag. Wir haben aus mint und gelbem Velours-Teppich
gleich große Karos geschnitten und im Schachbrettmuster
verlegt.
Auch hat nun jedes Fach und jeder Stauraum eine
Beleuchtung bekommen, was sich schon als relativ aufwendig erwiesen
hat. Aber im dunklen Schrank ist halt schlecht etwas zu finden und
mit der Taschenlampe im Stauraum ist auch eine schlechte Lösung. Im
Bad wurde eine furnierte Sperrholzleiste zugeschnitten und auf die
rundumlaufende Spannte geschraubt. Somit ist eine zusätzliche
Ablage entstanden. Aus der Leiste wurde der Schriftzug Suleica 500
ausgesägt und dahinter mit einer Goldglimmer belegten
Plexiglasscheibe wieder gefüllt. Als kleine optische Aufwertung,
habe ich hinter die Mittelblende der Heizelemente rundum und
unsichtbar ein aus unzähligen LED`s bestehendes Designerlicht
installiert. Man kann damit unzählige Farben vom grellsten violett
bis zum dunkelsten blau erzeugen, oder Bewegungsabläufe ansteuern
und somit den Suleica Fußbodenbereich in den schönsten Farben
tauchen. Alles via Fernbedienung. (Der Mensch braucht auch mal
etwas Welness für die Augen)
Nach nunmehr guten 2 Jahren Bauzeit, jeden Tag bis zu 10 Stunden
auch die meisten Wochenenden, nahte jetzt Ende September die erste
Ausfahrt. Es ging zu einem sich jedes Jahr wiederholenden US-Car
Treffen am Kummerower See in Mecklenburg Vorpommern. Unser Suleica
wurde quasi mit der „Erstbestückung“ versehen, Wasser
vollgebunkert, der gute Schluck war auch dabei, Bettwäsche,
Lebensmittel für die nächsten Monate, das Tiefkühlfach voll,
Klamotten auch für eine plötzlich hereinbrechende Eiszeit und was
man sonst alles nicht braucht. Der Van hatte leichtes Spiel mit dem
Suleica, aber über 80 musste man doch ordentlich aufpassen. Er ließ
sich schnell ins Schlingern bringen, insbesondere wenn einem auf
enger Strasse ein Lkw entgegen kommt. Der Luftzug ist dann schnell
ein Auslöser zum Schlingern. Auf dem Treffen, war der Suleica ein
gern besichtigtes Fahrzeug und alle waren begeistert. Auch einen
zweiten Suleica haben wir dort getroffen, aber der arme Kerl hat
alles noch vor sich. Ein schönes Wochenende ging vorbei und wir
fuhren wieder nach Hause. Wieder daheim denke ich mir, du musst
doch mal die Stützlast messen, denn es fehlen ja nun einige Liter
Wasser. Die Messung ergab schon einen bedenklich nahen Wert an der
100Kg Grenze. Das ließe sich aber durch eine bessere Verteilung
regulieren. Ach wenn du schon mal die Waage in der Hand hast,
kannst du ja auch mal den ganzen Wagen drüber schieben. Nach dem
schieben dachte ich erst, die Batterien sind sicher leer. Aber
nichts war da, stramme 1400 Kg hat das Display abgestrahlt. Dabei
fehlte schon einiges Wasser und meine Frau hat auch schon einiges
ausgeladen. Bei so einer Überladung ist der Führerschein
wahrscheinlich weg, oder es wird richtig teuer. Nach dem mir alle
möglichen Tricks einfielen, wie z.B. man müsste bei einer Kontrolle
schnell den Wagen mit Helium füllen, oder das Wasser schnell
rauslassen, am besten wegzaubern oder sonstigen Mist, blieb
eigentlich nur die teuerste Variante Realität. Eine Neue Achse muss
runter, und meine liebe Frau muss die bezahlen, weil sie soviel
mitnimmt. Oder so.
Es war trotzdem sehr
deprimierend, wieder etwas restauriert zu haben, was nun umsonst
war. Schwer beeindruckend war, wie man bei Schäfer die Achse am
Wagen befestigt hat. Da der Boden an den Achsaufnahmepunkten
doppelt ist, muss dort eine Hülse zwischen gesetzt werden, um ihn
nicht zusammen zudrücken beim anziehen der Bolzen. 3 Hülsen waren
derart schief eingesetzt, dass einen angst und bange werden konnte.
Aber es lässt sich an dieser Stelle nichts mehr verändern, weil
ansonsten die Aufnahmepunkte zu sehr geschwächt werden. Nun begann
die Suche nach einer neuen geeigneten Achse. Und wieder ist es
wichtig, vorher mit seinem, in meinem Fall ein Dekra Mann,
abzusprechen was geht und was nicht. Sehr hilfreich war dabei auch
noch der Hinweis, das unbedingt für die Achse ein Bremsdiagramm und
für die Zugvorrichtung ein Überhangslast-Diagramm mitgeliefert wird
.Da bei ist das Internet wieder sehr nützlich, da fast alle
renommierten Achsenhersteller ihr Achsenprogramm mit genauen
Angaben über Maße und Gewichte einstellen. Das gleiche gilt auch
für die Zugdeichsel. Es gibt beides nur noch einzeln zu kaufen.
Nach einigem Suchen und vergleichen, entschied ich mich für eine
1500Kg Achse und entsprechender Zugdeichsel von Knott mit
Stoßdämpfer als Zubehör. Es war noch zu Überlegen, welche Variante
die bessere ist: es gibt die Zugvorrichtung in gerader und
gekröpfter Ausführung. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich
für die gerade Ausführung. Es ist dabei abzuwägen, in welcher Höhe
die Anhängerkupplung sitzt, um nicht den Wagen schräg am Haken zu
haben. Es gab eine Ausführung, wo alle Maße mit der Hahn Achse bis
auf den Abstand der Auflageflächen zueinander gleich waren. Die
Differenz betrug 40mm. Nach dem alle Teile mit einer Spedition
geliefert waren, ging es ans anpassen. Zuerst die Achse untergelegt
und eine kleine Stelle im GFK ausgetrennt und Laminiert. Somit
passte die Achse erst einmal gut unter den Wagen.
Zur Probe auch noch ein Paar Räder aufgesteckt,
um zu sehen, ob sie in das Radhaus gehen. Als nächstes stand die
Verbindung von Achse zum Suleica an. Ich fertigte mir aus einem
stabilen Rechteckprofil ein Zwischenlager an, was dann die
Maßdifferenz ausgleichen konnte. Dieses wurde dadurch erreicht, in
dem die Gewindemuttern oben und unten versetzt eingeschweißt sind.
Ein Problem war die extreme Schräglage der Muttern genau
hinzubekommen, weil ja die Löcher im Suleica leider schräg gebohrt
waren. Somit konnte alles festgeschraubt werden und ein angenehmer
Nebeneffekt war nun, im inneren des Wagens standen keine langen
hässlichen Bolzen mehr heraus. Jetzt wurde die Zugdeichsel
angepasst und soweit gekürzt, das der freitragende Teil genau dem
Maß des Diagramms um 100Kg zu tragen entsprach. (Das ist die
Stützlast) Das Rohr wurde mit der Achse mittels eines besonderen
Verbindungsschuhs verschraubt. Die vordere Verbindungsshalbschelle
und die für den Deichselkasten wurden montiert. Für die Stoßdämpfer
musste noch eine Aufnahme an der Achse angeschweißt werden. Da ich
kein Risiko mehr zum Thema Schlingern eingehen wollte, habe ich
eine Anti-Schlingerkupplung montiert. Der gesamte Wagen ist jetzt
gute 70m höher gekommen, was bei unseren schlechten Strassen gut
von Vorteil ist. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir gleich noch
einmal die Kurbelstützen angesehen und mir überlegt, wie ich beim
hochdrehen die Reibungskräfte verringern kann. Das geht ziemlich
schwergängig. Die gefundene Lösung war, jeweils 2 Drucklager pro
Stütze einzubauen. Von nun ab gehen sie erheblich leichter. Als
Abschluss stellte sich wieder die Frage nach einer ansehnlichen und
Zeitgemäßen Felge. In meinem Fundus Stieß ich auf 4 verchromte
rundum gelochte Felgen mit einem nett anzusehenden
Speichenvorsatz.
Die Größe war genau richtig und der Lochkreis passte genau. Da alle
unsere Fahrzeuge entweder Speichenräder oder gelochte Chromfelgen
hatten, kam mir das sehr recht mit dem abnehmbaren Speichenteil.
Der Zustand war auch wie neu, einfach perfekt. Diese wurden nun mit
neuen 185 14 C Reifen bestückt, aber es war leider nicht möglich
diese Größe in einer Weißwandausführung zu bekommen. Man kann
ebnend nicht alles haben. Ein Versuch mit nachträglich
einzulegenden Weißwandringen scheiterte schon beim Einbau. Die
schoben sich nach einiger Zeit von ganz alleine aus der Felge. Also
kann man nur abraten und sich fragen, was geschieht dann erst beim
fahren damit? Wenn die da rausfliegt, fehlt wahrscheinlich der
Kotflügel. Eine erste Probefahrt zeigte eine deutliche
Verbesserung. Es schlingert auch bei 140Kmh nichts mehr und das
Rückwärtsfahren ist eine wahre Freude durch die Rückfahrautomatic.
Ein ordentliches massives Stützrad sorgt auch für ordentliches
Rangieren. Die Eintragung der neuen Achse gestaltete sich wieder
als ein Behörden-Hürdenlauf. Da es wahrscheinlich nicht so oft
vorkommt, dass eine Achse gewechselt wird, zu dem auch die
Fahrgestellnummer darauf eingeschlagen ist, hat jeder im Amt etwas
anderes erzählt was zu machen ist. Selbst eine Erklärung warum ich
denn die alte Achse nicht mehr haben möchte, sollte ich schreiben.
Unglaublich was hier alles möglich ist. Ich musste insgesamt 4mal
zu Dieser Zulassungsstelle fahren, weil man mir falsche Auskünfte
gegeben hat. Wenn ich diese Ausgaben für Zeit, Benzin und Gebühren
aufrechne, erreiche ich locker 400€. Ach ja, ein fünftes Mal musste
ich noch hinfahren, weil die nette Dame zu dämlich war, die Daten
von einem Blatt auf das andere ohne Fehler zu übertragen. Sei es
drum, es ist jetzt alles ein und umgetragen und ich habe meine
Felgen und Reifen amtlich genehmigt. Sogar eine 100 Km/h Zulassung
habe ich bekommen. Leider ist die Plakette so groß wie ein
Frühstücksteller und am Suleica undenkbar. Also liegt sie nun im
Suleica.
Somit ist nun nach gut 2 Jahre eine Restauration zu Ende gegangen.
Es hat manchmal genervt, oftmals Ärgernis über die
Unprofessionalität einiger Firmen gegeben, aber auch immer wieder
schöne Augenblicke der Freude.
Bericht VI Wie alles begann
Langsam legte sich die Aufregung
und nachdem das gerettete Fass angestochen und die ersten Becher
geleert waren, waren alle der Meinung, das eben solche Erlebnisse
so einen Urlaub doch in der Erinnerung verbleiben lassen...
Airstream war also tabu, aber
welcher Wohnwagen passte von seiner Form her hinter unseren Ami? Er
musste auf jeden Fall schön rund sein. Und mindestens 2
Schlafplätze sollte er auch aufweisen, schließlich gehen wir davon
aus, dass Junior mindestens noch die nächsten 10 Jahre mit uns
fahren und zumindest einen Großteil dieser Zeit dann auch im
Wohnwagen schlafen wird. Die Zeltzeit für ihn kommt erst später
(dann soll er seine eigenen Erfahrungen mit fließendem Wasser
machen!). Constructam? Jo, ganz nett, aber nicht das, was wir uns
vorgestellt hatten. SMV? Yepp, sehr schön, schöne Form, aber extrem
schwer zu bekommen. Heureka! Wir haben’s: SULEICA! Das Zauberwort.
Schön rund, schön für den Geldbeutel, schön gross von innen, schön
leicht für den Buick. Die aktive Suche konnte beginnen. Etliche
Internetforen wurden durchsucht und natürlich immer ein
aufmerksames Auge auf die diversen EBay-Auktionen geworfen.
Die Schränke wiesen zum Teil alte
Wasserschäden auf, die Polster und Vorhänge waren alt, verranzt und
es war ein Wunder, dass sie sich nicht von selbst bewegten. Die
schöne Rialto-Tapete war im Vorderbau gar nicht mehr und im
restlichen Wohnwagen nur noch in Fragmenten vorhanden – will
heissen, sie wurde mit Klebeband an den wichtigsten Stellen
zusammen gehalten. Innerhalb von etwa 30 Minuten war also der
Entschluss gefallen: Wir restaurieren!
Die Zeit, die wir nicht tatkräftig
an dem Suleica schraubten, nutzten wir nebst arbeiten noch um
Kontakte mit diversen Leuten aufzunehmen. Unter anderem fanden wir
über die ein- oder andere sehr informative Website (*wink* an Sven
und Bine und an Mark und Uwe) unter anderem den Namen von Herrn
Diehl, bei dem wir umgehend eine ausgiebige Ersatzteilbestellung
aufgaben. Weiterhin fanden wir in Düsseldorf einen Fachmann für
GfK, der uns für die Schleif- und Lackierarbeiten einen fairen
Preis machte. So kam es dann, das das Knutschkügelchen Ende März
2007 im völlig ausgeschlachteten Zustand seine Reise zum Lackierer
antrat.
Manchmal zweifele ich, ob wir
überhaupt einen Wohnwagen haben. Ich hatte schon die Befürchtung
geäußert, das die Karosseriefirma vielleicht ein bisschen zuviel
GFK abgeschliffen haben könnte und man sich bislang nicht traut uns
unser gutes Stück, zu Staub zerrieselt aber dafür praktisch
verpackt, in 2 Müllbeuteln wieder zu geben. Über die zeitlichen
Einschätzungen der Karosseriefirma und des Lackierers zum möglichen
Fertigstellungszeitpunkt möchte ich hier am liebsten nichts mehr
erwähnen, aber ich glaube, die letzte Aussage (in der vergangenen
Woche) belief sich in etwa auf 3 – 4 Wochen (beim Schreiben dieser
Worte überfällt mich der Drang, mir vor Lachen auf die Schenkel zu
klopfen!). Zeit ist eben relativ und wird von jedem anders
empfunden und „dem glücklichen schlägt keine Stunde“ – ob das von
den vielen bösen Lösungsmitteldämpfen kommt? Vielleicht sollte ich
die Herrschaften fragen, ob ich auch ein bisschen von diesem Mittel
bekommen kann, das könnte der ein oder anderen alltäglichen
Situation zukünftig eine unerwartete Wendung geben. Nunja, wie auch
immer. Unser eben zurück liegender Urlaub wurde ob der oben
geschilderten Tatsachen wieder im Zelt verbracht. Die gute
Nachricht: Wir sind dieses Mal nicht abgesoffen. Ich vermute aber,
es könnte etwas optimistisch gewesen sein, das ein oder andere zum
Campingequipment gehörende Teil (z.B. die wunderschönen billigen
Plastikteller) feierlich und ungespült mit dem Hinweis, dass wir ja
bald einen Wohnwagen haben und alles besser wird, zu entsorgen.
Kneif mich Schatz – ich glaube, ich
träume!
-Einpassen der Bodenplatte
(wasserfeste Sperrholz-Hartfaserplatte)
Wenn zwischendurch mal Langeweile
aufkam (zum Beispiel am 2. Weihnachtsfeiertag, als alle Legosteine
unseres Junior verbaut waren), wurde mal wieder ein Fenster
montiert. Diese Fenster haben uns wirklich den allerletzten Nerv
geraubt. Herr Schäfer, bitte, bitte teilen Sie uns mit, wie das
damals in der gewerblichen Fertigung gemacht wurde! Sie können doch
unmöglich permanent neue Leute eingestellt haben, aber mehr als
eine Scheibe konnte ein Mitarbeiter unmöglich mehr oder minder
freiwillig montieren wollen. Nachdem sämtliche Teelöffel unserer
diversen Bestecke – ja, auch das gute silberne von Uroma – dem
Druck der Fenster, Dichtungen und Kräfte meines Gatten nicht
standhielten, musste eine andere Lösung her. Abhilfe schuf hier ein
gebogener Schweißdraht in eine Klemmzange gespannt. Diese
Konstruktion hat dann auch den Einbau sämtlicher Fenster
überlebt.
-Wochenlange Suche nach dem
richtigen Holz (Pappelsperrholz mit Resopal-Furnier, Dekor Buche).
Gar nicht so einfach, das für den Hobbybau aufzutreiben. Die
Großhändler geben das nur an Händler weiter und die wiederum nehmen
astronomische Preise. Fündig wurden wir letztendlich in einem
Campingmarkt im bergischen Land.
-Einbau der Heizung und der
Klimaanlage (schließlich wollen wir ja auch mal ins sonnige Italien
– obwohl ich dem Trip über die Alpen noch nicht so ganz traue und
wir dieses Jahr ersteinmal das Norddeutsche Flachland
vorziehen).
Nun kam auch ich wieder ins Spiel:
Nähen der Gardinen und Übergardinen – oh mein Gott, hätte ich doch
bloß vorher einmal den Grundkurs bei der VHS besucht. Das hätte mir
vermutlich einige graue Haare erspart. Alle Gardinen haben
unterschiedliche Breiten und um eine halbwegs gescheite Spannung
hinein zu bekommen auch unterschiedliche Längen vom Start- zum
Endpunkt. An dieser Stelle einmal einen herzlichen Dank in die
Schweiz an Roger und Sandra für den Tipp mit den Gummis an den
Gardinenröllchen, um die Spannung auf den Gardinen zu halten. Ein
kleines Problem mussten wir aber vorher noch lösen: Woher bekommt
man mind. 700 Gummis in gleicher Farbe und Länge? Haushaltsgummis
erschienen uns für diesen Zweck zu lang und Kürzen und Knoten hätte
wieder zu unterschiedlichen Längen und Blutblasen an den Fingern
gesorgt. In einer ruhigen Minute kam Carsten eine geniale Idee und
Ebay macht ja vieles möglich: Eine Yorkshire-Terrier-Züchterin
verkaufte Silikongummis, die man den kleinen Fußhupen (sorry an die
Hundebesitzer unter Euch, war nicht so gemeint) normalerweise ins
Kopfhaar knüpft. Diese kleinen Dinger erwiesen sich als genial für
diesen Zweck.
Am vorletzten Maiwochenende stand
einem „Einzug“ und der Vorführung beim TÜV nichts mehr im Wege.
Achja TÜV, wir werden dort inzwischen namentlich begrüßt, da die
vielen Besuche und Telefonate in den vergangenen Monaten doch
zusammenschweißten. Das Problem war in diesem Fall nicht unser
Welli, sondern vielmehr die Tatsache, dass es für ein 57 Jahre
altes Auto heute nicht mehr die Anhängerkupplung von der Stange bei
ATU zu kaufen gibt. Da wir immer nach dem Motto verfahren „nur dem
redenden Menschen kann geholfen werden“, haben wir uns frühzeitig
über Machbarkeit und Auflagen beim TÜV erkundigt. Zunächst wurde
uns nur die Anhängerkupplung mit einer erlaubten Zuglast von 750 kg
eingetragen. Während der Restaurierung wurde uns aber schnell klar,
dass das wohl nicht reichen würde. Aus diesem Grund fuhr Carsten
beim Institut für Fahrzeugtechnik in Essen vor, um dort ein
Mustergutachten für die Aufnahme der Westfalia-Kupplung erstellen
zu lassen. Der Ingenieur vor Ort hatte offensichtlich Freude daran,
einmal etwas nicht Alltägliches vor den Taschenrechner zu bekommen
und stimmte der Zuglast in Höhe von 1300 kg per Gutachten zu. Bei
dieser Berechnung stellte sich heraus, dass aus technischer Sicht
ebenso eine Zuglast von zwei Tonnen machbar gewesen wäre. Als
Hersteller für die Aufnahme der Kupplung wurde der Name „Kittner“
in das Gutachten – und später dann auch in den Fahrzeugbrief
eingetragen. Nach etwa 1 ½ Stunden beim TÜV (die nicht durch lange
Wartezeiten zustande kamen), hatten wir dann endlich die Gasabnahme
und die Abnahme der neuen Deichsel und Achse des Suleica, sowie
alle Papiere für das Straßenverkehrsamt zusammen.
Tja, nun steht unserem ersten Urlaub mit Wohnwagen – und
hoffentlich gutem Wetter – in knapp drei Wochen nichts mehr im
Wege. Wir sind superglücklich, dass alles dann doch noch
termingerecht fertig wurde und freuen uns irre, nicht mehr das
nächtliche Reissverschlussirren mit gefühlten 120 Dezibel
verursachen zu müssen. Bericht VII Nach zahlreichen Urlauben mit Zelt haben wir schon länger mit einem
Wohnwagen geliebäugelt. Wir besuchten die Campingmessen in Essen
und Düsseldorf und fanden einfach keinen Wohnwagen der unseren
Vorstellungen entsprach . Der Gedanke an einen Wohnwagen-Oldtimer
kam auf. Bei einer Internetrecherche fanden wir am 05.11.2006 ein
Bild von einem Suleica und die Begeisterung war groß. Schnell
fanden wir www.suleica-caravans.de und die Begeisterung wurde immer
größer. Besonders von den tollen Berichten angetan fingen wir mit
der Suche nach einem Suleica an. Uns war direkt klar, DER oder
keiner.
Nach einem eingehenden
Beratungsgespräch mit Mark und Uwe stellten wir einen Plan
auf wie wir den Wagen renovieren wollten. Nach einigem Hin
und Her entschieden wir uns dafür den Wagen in zwei Schritten
komplett zu restaurieren.
Vorgehensweise:
Nach der Suleica nackt war, klebten
wir eine neue Isolierung ein. Wir benötigten ca. 35qm
Trocellen-Isolierplatten, die wir im Lagerverkauf der Trocellen
GmbH (in D-53840 Troisdorf) sehr günstig erwarben. Verwendet haben
wir Platten mit 2cm Dicke, für die Seitenteile rund um die
Laternenfenster 1cm Dicke. Um die vielen Rundungen und Vertiefungen
auszugleichen, muss man stellenweise doppelt (also insgesamt 4cm
Dicke) verkleben. Wir entschieden uns die Platten mit Pattex
comfort zu kleben. Leider gibt es den Kleber nur in 750g Dosen.
Davon haben wir letztendlich 30 Stück benötigt. Wir gingen wie
folgt vor:
Nachdem wir die Isolierung fertig
eingeklebt hatten ging es an die Innenbespannung. Wir entschieden
uns für Gisatex Amaree Classic in weiß. Geklebt haben wir mit dem
speziellen Textilkleber von Gisatex. Die geraden Flächen zu kleben
ist relativ unkompliziert, im Gegensatz zu den Rundungen vorne
(Stirnglatze) und hinten. Wir haben mit Schneiderpapier zuvor
Schablonen angefertigt, den Stoff geschnitten, und passend
zusammengenäht. Den Stoff um die Fenster herum haben wir zunächst
überlappen lassen und erst anschließend um die Dichtungsgummis
herum mit einem scharfen Skalpell zugeschnitten, ebenso wie bei den
Laternenfenster.
Nachdem die Innenbespannung fertig
war, konnten wir uns um die Technik (Strom, Gas, Wasser) und die
Möbel kümmern.
Teile der Holzkonstruktion, wie die
Seitenteile der Möbel, und die Sitzbank haben wir übernommen und
lediglich frisch lackiert (diese Teile sind teilweise auf den Fotos
zur Isolierung bzw. Bespannung zu erkennen). Alles andere haben wir
komplett neu angefertigt. Wir haben für tragende Teile
Tischlerplatte (10-12mm) verwendet, für Teile die keine übermäßige
Last zu tragen haben verwendeten wir Pappel-Sperrholz (8-10mm),
welches relativ leicht ist. Diese Teile erwarben wir im Baumarkt.
Für die Schranktüren kauften wir 8mm Esche-Sperrholz in
3x2m-Platten bei einem Holzhändler. Behandelt wurde das Furnier mit
Mahagoni-Lasur und anschließend wurde mit Schellack versiegelt. Die
Tischplatte, die Küchenarbeitsplatte, und die Ablagefläche der
Kommode ließen wir bei einem Schreiner aus 20mm Birkensperrholz
sägen und mit Resopal verkleiden.
Die letzten Tage vor unserem Urlaub
mussten wir noch einmal Vollgas geben. Wir wurden wirklich erst
einen Tag vor der Abfahrt fertig. Vor unserer Abfahrt haben wir
unseren Wohnwagen mit einer mobilen Wohnwagenwaage gewogen. Das
Ergebnis ist geheim :-), aber uns war klar, dass wir nach unserem
Urlaub eine Auflastung, oder ein neues Fahrwerk benötigen
werden.
Nach den Schleif- und
Spachtelarbeiten wurde der Wagen mit Spritzspachtel grundiert und
mit zwei Schichten LKW-Lack in Cremeweiß (RAL9001) lackiert. Zur
optischen Auflockerung ließen wir längs noch einen schwarzen
Streifen und auf das Heck den Suleica-Schriftzug anbringen.
Anschließend wurde noch eine Schicht Klarlack aufgetragen. Hier das
Ergebnis:
Zunächst wurden dann alle
Anbauteile wieder montiert. Um bezüglich Dichtigkeit auf Nummer
sicher zu gehen, haben wir alles (Rangiergriffe, Kühlgitter,
Regenhauben, selbst die dreieckigen Rückstrahler), was wir
von außen angeschraubt haben, mit 3mm bzw. 5mm Moosgummi
unterlegt.
Da wir beim Dichtungseinbau einiges
Lehrgeld zahlen mussten, wollen wir unbedingt folgende Tipps los
werden:
•Die Dichtungsenden auf gar keinen
Fall "passgenau" zuschneiden! Die Dichtungen müssen ca. 2cm
überstehen und dann "zusammengequetscht" werden. Wenn man das nicht
macht, wird sich mit ziemlicher Sicherheit an der Stoßkante ein
Spalt bilden.
Die alten Fensteraussteller und die
Scharniere haben wir aufbereitet. Die Teile der Fensteraussteller
waren zuvor zusammengenietet. Diese Nieten wurden aufgebohrt und
alles in seine Einzelteile zerlegt. Die Metallteile wurden
gesandstrahlt und anschließend wurde alles, außer die äußeren
Führungsschienen, vernickelt (ist halt deutlich billiger als
verchromen). Die äußere Führungsschiene wurden dann ebenfalls in
Cremeweiß lackiert. Alles wurde mit Edelstrahlschrauben (statt mit
Nieten) und selbstsichernden Edelstahlmuttern verschraubt. Das
Ergebnis waren 40 Jahre alte Fensteraussteller die absolut
neuwertig aussehen.
Der Suleica wurde dann noch
angehübscht mit frisch verchromten Original-Rangiergriffen,
verchromten Radkappen, Weißwandreifen uswusf. Der Wagen wiegt jetzt
mit vollem Urlaubgepäck ca. 1250kg und sieht heute so aus.
Auch hier haben wir wieder eine
Punktlandung hingelegt und waren erst einen Tag vor der Abreise
fertig. Mit dem Suleica ging es für 3 Wochen in die Schweiz
und nach Italien. Die Resonanz auf den Wagen war unglaublich
- wir wurden in 3 Wochen bestimmt von 60-70 Leuten
angesprochen...... Die Gespräche fingen fast alle mit dem Satz
"Entschuldigen Sie, ist der Wagen neu und auf alt getrimmt, oder
ist der wirklich alt?" an. Auf der Seite http://www.vecchia-scuola.de können
ergänzende Details und Fotos abgerufen werden. Fragen beantworten
wir gerne unter der eMail-Adresse suleica@vecchia-scuola.de Private Homepages mit dem Thema Suleica http://www.flickr.com/photos/embegestalt/sets/72157602665444545/ http://www.altmuehlnet.de/~picassouwe/Suleica.htm http://www.bilder-speicher.de/08082915471689.gratis-foto-hosting-page.html | ![]() | |||||||||||||
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