Suleica
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Warum ein Registerblatt?
Bislang gibt es nur grobe Stückzahl-Schätzungen von alten Kennern der Suleica-Orion-Szene, und die gehen von rund 800 jemals gebauten Suleica-Wohnwagen aus?!?! Schwierig zu beantworten ist die Frage, wie viele Suleicas noch existieren und auf den Straßen der Welt herumgezogen werden.

Die Schätzung von ca. 800 gebauten Suleica's würde,Stand Mai 2011, 31,88 % ergeben.
Nach unseren Recherchen und Hochrechnungen glauben wir allerdings, daß nur ca. 450 Suleica's (430er und 500er) gebaut wurden. Dies ergibt einen noch real existierenden Prozentsatz, Stand Mai 2011, von stolzen 56,67 %; was heisst, das fast jeder zweite Suleica bis heute überlebt hat. Welche andere Marke kann das von sich schon behaupten?!

Das Kreisdiagramm und Säulendiagramm zeigt die prozentuale Aufteilung der von uns bisher erfassten 430er und 500er im gesamten Produktionszeitraum von 1961 bis 1976.


Wir haben bis 01.05.2011 255 real existierende Suleicas erfasst.
Die erfassten Caravans teilen sich auf in
-96 x 430er
-156 x 500er
-1 x 600/2000Tandem
-1 x 340er
und 1 Orion-Caravan (TQ)


Aufgrund der bereits bisher erfassten und registrierten Suleicas ist es uns nun auch möglich auch ohne Fahrzeugpapiere das ungefähre Baujahr eines Suleicas zu bestimmen, oder wenn das Baujahr bekannt ist auch eine ungefähre Fahrgestellnummer zu bestimmen. In diesem Säulendiagramm werden die erfassten Suleicas nach Stückzahl pro Herstellungsjahr und Fahrzeugtyp dargestellt. Das Fragezeichen bezeichnet die Anzahl von Caravans, deren Herstellungsjahr unbekannt ist.
Achtung !!! Aus technischen Gründen können wir hier leider kein herunterladbares Registerblatt anbieten. Es besteht aber die Möglichkeit den Textbereich des Registerblattes zu markieren und auf den eigenen Rechner herunterzukopiern, um dann als Word-Datei zu bearbeiten. Falls dies mißlingen sollte, fordern Sie einfach das Datenblatt per e-mail bei uns an, dieses könnne Sie auf jeden Fall am eigenen Rechner ausfüllen und per e-mail an uns:

mailto:suleica-caravans@gmx.de

zurücksenden.
Aus Datenschutzgründen werden keine Namen und Adressen der Register-Mitglieder im Internet veröffentlicht. Technische Daten können in Kürze jedoch als summarische Tabelle online präsentiert werden. Falls Sie nur minimale Angaben machen wollen, so füllen Sie bitte das Dick gedruckte, eben das Wichtigste, aus.

wir kommen

Das Suleica-Register-Datenblatt
● Baujahr:
●Name und email:
● Zul. Gesamtgewicht:
● Suleica-Typ:
● Zul. Achslast:
● Fahrgestell-Nr.:
● Zul. Stützlast:
● Tag/Ort der Erstzulassung:
● Bremsanlage:
● Aktuelle Zulassung -Ort, Datum, Kennzeichen:
● Achse: Hersteller/Typ/Baujahr:
● Reifengröße:
● Deichsel: Hersteller/Typ/Baujahr:
● Fenster: einfach oder doppelt, klar oder gefärbt:
● Anhängerkupplung: Hersteller/Typ/Baujahr:
● Innenausbau: Holzart
● Vorbesitzer
● Besonderheiten/Sonderzubehör/Änderungen/Restaurierungen/Geschichte:



Stärken und Schwächen des Suleica Dass man lobt und preist ehrt den Hersteller noch im Nachhinein, dass man über die Schwächen mit vorgehaltener Hand spricht, wer kennt das nicht? Von den Schwächen aber öffentlich zu berichten? Ist doch Ketzerei! Wir sehen das nicht so: wo Sonne ist, gibts auch Schatten manchmal mehr als man möchte.

Der Automobiljournalist Fritz B.Busch mit dem letzten Prototypen auf dem Weg nach Italien 1963

Der Preis war noch nie Maßstab für Qualität. Gute Caravanfirmen nicht unbedingt die teuersten. Die Herstellung der Fiberglaskarosserie erforderte jedoch einen enormen Aufwand, wie im Bootsbau, denn die Folgen einer falschen Verarbeitung hätte fatale Folgen gehabt. Notwendige Bedingungen waren zum Beispiel eine beheizte Werkhalle. Während und nach der weltweiten Ölkrise 1974 waren viele gezwungen zu sparen. Spezialisten behaupten, dass für GFK-Boote dies angeblich ein schlechter Jahrgang war, für Caravans auch? Wir wissen es nicht!

Der Suleica 430 wurde Fritz B. Busch von der Fa. Schäfer für diese Testfahrt zur Verfügung gestellt.

GFK ist nicht so problemlos und narrensicher, wie in den ersten Jahren der Fortschrittsgläubigkeit angenommen wurde. Ein komplexes Materialgemisch, dessen Eigenschaften sich im Laufe der Jahre verändern. Inzwischen gibt es immer noch eine gewisse Anzahl von Polyester-Caravans. Schlecht können sie doch sicher nicht sein, die Yoghurtbecher, wie sie von Neidern und Spöttern belächelnd genannt wurden.

Dieses Foto von Fritz Busch's Italienreise verwendete die Fa.Schäfer später auch in Ihren Prospekten

Ganz kurz die Stärken:
Stromlinienform, tolle Nachlaufeigenschaften, Doppelverglasung, großzügiges Raumgefühl, viel Licht, enorme Stehhöhe, Querlüftung dank Laternendach.
Ganz kurz die Schwächen:
Hohes Gewicht, Rahmenfenster und Festverglasung haben ihre Macken, Türbänder manchmal überlastet, Verformungen der Außenhaut, Kältebrücken, Verwindungen der Karosserie, Überbelastung der Kurbelstützen/Einbrechen des GFK.
Nun ins Detail:
Stärken
Ein vernünftiges Fahrwerk gehört definitiv genauso dazu. Die originalen Hahnfahrwerke harmonieren sehr gut und so verwundert es nicht, dass jeder Suleicafahrer von den guten Nachlaufeigenschaften schwärmt.

Hahn-Fahrgestell

Das Herangezogen werden von vorbeifahrenden LKW´s oder Bussen muß keiner mit dem Stromliniengefährt am Hacken befürchten. Doch starke Seitenwinde, wie der Tramontan in Spanien, machen auch dem Suleicafahrer das Lenken schwer wir sind daher auch schon mit 40 kmh über die Pyrenäen geschlichen.

Querschnittszeichnung der Winterhoff-Kupplung

Viele Konstruktionsmerkmale, die zum Teil in der Formgebung versteckt sind, wie das Laternendach und die Sicken oder die überkreuzten Aussteifungen unter dem Innenboden verleihen dem Wohnwagen Steifigkeit.





aber auch die untere Bodenform



Die Grenzen der Beanspruchung sind jedoch irgendwann mal erreicht. Bei einem heute betagten Caravan sind diese Genzen natürlich schneller erreicht, als zur Zeit der Herstellung vor 30 oder 40 Jahren. Die sorgfältig ausgeklügelte Konstruktion fängt möglicherweise einen guten Teil der Belastung auf. Wenn man jedoch Pech hat, ist die Belastungsgrenze überschritten. Daher haben viele ein kleines Reparaturset mit dem Wichtigsten dabei, wenn es auf Achse geht. Die wärmedämmenden Vorteile der doppelverglasten Fenster bemerkt man ganz einfach bei jedem Oldtimertreffen bei kühler Witterung. Dann nämlich wischen die Nachbarn mit Einfachverglasung ständig die beschlagenen Scheiben - vor allem morgens kann sich mancher "Einfachverglaste" Vorhänge sparen. Im Suleica, natürlich auch bei ein paar anderen Oldies, geniest man trockenen Durchblick. Mancher Besucher ist beim ersten Besuch im Suleica begeistert. Von außen wirkt sowohl der 430, als auch der 500 im Vergleich zu heutigen Caravans als kleiner Wicht. Innen trumpfen beide Modelle jedoch durch eine überwältigendes Raumgefühl auf. Hierzu tragen die allgemeine Innenarchitektur des Wohnwagens, als auch die Stehhöhe von durchschnittlich 195 cm bei. Nicht zu vernachlässigen ist auch die enorme Lichtdurchflutung, die keinen dunklen Ecken zuläßt. Die Rundumbefensterung von Bug und Heck, als auch die Laternenfenster lassen jede Menge Licht herein und bieten oft Gelegenheit für wunderschöne Ausblicke. Gerade die Laternenfenster sind beim Kaffee- oder Wasserkochen von Vorteil, wenn der aufsteigende Wasserdampf rasch abzieht.

Schwächen:
Gewicht:
Der Name ist Programm denkt man, Superleichtcaravan was sonst !! ?? "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß", und das Gewicht ist wie bei Mensch und Caravan immer ein heißes Eisen. Der 430 und 500 haben ihre versteckten Pfunde. Mancher niederländische Besitzer hat so manches Mal mit dem F 430 die 750 kg unbemerkt überschritten und lag damit über dem Limit für die Prüffreiheit in seinem Land.
Welligkeit der Aussenhaut:
Dies ist bei Suleicas in der Regel normal. Produktionsbedingt. Je glänzender der Lack, desto augenfälliger die Unebenheiten - das merkt man nach einer gründlichen Frühjahrspolitur oder nach einer Neulackierung.
Risse und Kratzer:
Vor allem bei punktueller Belastung des Daches treten unterschiedliche Risse in der Außenhaut/Lack auf.
Wasseraufnahme:
Die nahtlose Karosserie verhindert den Eintritt von Regenwasser. Wasser findet jedoch immer seinen Weg. Beim Suleica sind es die Dichtungen, bei denen Wasser eindringen kann: Bei den Ausstellfenstern durch undicht anliegende Moosgummis oder durch poröse Gummidichtungen an den Fenstern hindurch. Bei unserem großen Ausstellfenster im Heck drang jahrelang unbemerkt Wasser ein und sammelte sich im Fensterrahmen. Wasser, das durch die Gummidichtungen unter der Doppelverglasung eindringt, wird gleich erkannt.

Osmose beim Polyestercaravan?:
Schäden am Fiberglass oder daraufliegendem Gelcoat lassen sich erst nach Entfernen des Lackes genau erkennen. Die meisten Suleicas sind lackiert.  Blasen im Anstrich bedeuten nicht Osmose, es handelt sich vielmehr um eine Alterungsreaktion des Lackes auf Umwelteinflüsse. Anderseits kann es sich auch um Unverträglichkeit zwischen unterschiedlichen Anstrichen handeln oder es wurde die Oberfläche vor dem Neuanstrich nicht korrekt gereinigt. Einschlüsse von Lösemittel durch Auftragen von dicken Schichten oder durch zu schnelles Überstreichen kann auch zu Blasenbildung führen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit könnte auch ein weiterer Grund sein.  Will man eine ebenmässige Lackierung, so muss der Lack meistens vollständig entfernt werden und neu aufgetragen werden. Bevor jedoch neu lackiert werden kann, muss zuerst zutage getretene Löcher gespachtelt und gekittet werden. Alles ist sehr, sehr aufwendig, will man es "ordentlich" machen. Die sog. Osmose entsteht, wenn Wasser bis auf das Laminat durchdringt. Durch die Reaktion von Wasser und löslichen Bestandteilen entseht eine Salzlösung, die dann weiteres Wasser anzieht. Durch diese Volumensvergrößerung wird das Fiberglass mit dem Gelcoat angegriffen, Bläschen zeichnen sich an der Außenhaut ab. Sticht man solche Blasen auf, kann eine bräunliche Substanz auslaufen, die nach Essig riecht. Befindet sich dem Bläschen keine Flüssigkeit handelt es sich nicht um Osmose, sondern um ein Luftkissen. Diese Art von Osmose entsteht in der Regel bei GFK-Booten, die sich ständig im Salzwasser befinden.






Restaurierung

Hände weg von einem Oldtimer und speziell Hände weg von einem Suleica
Dieser Wohnwagen "Suleica", egal wie schön oder cool oder aussergewöhnlich man ihn auch finden mag, er ist und bleibt ein Oldtimer mit wenigsten 30-40 Jahren auf dem Buckel und somit auch mit allen damit verbundenen Schwächen, Beschwerden und Macken, ob sofort sichtbar, oder was leider viel öfters passiert, erst bemerkt, wenn der grad erworbene Suleica vor der eigenen Haustür steht.



-für Do-It-Yourself-Typen!
Gehen wir davon aus, das wir alle berufstätig sind! So verbleibt uns zeitlich für die anstehenden Restaurierungsarbeiten in der Regel das Wochenende; wenn es optimal läuft vielleicht auch der eine oder andere Abend in der Woche nach dem Job. (Wir sprechen hier von JEDEM Wochenende).

in Frankreich gefunden

Aussen:
In der Regel ist der Lack (zeitbedingt) nicht mehr unbedingt sehr ansehnlich. Also steht erstmal schleifen, schleifen und nochmal schleifen die nächste Zeit an. Dann heisst es kitten, kitten und kitten; und dann wieder schleifen, schleifen, schleifen.....usw. Die dazu veranzuschlagende Zeit ist mit ca. 6 Monaten bis zu einem Jahr zu veranschlagen. Dann kommt die Lackierung. Ob selbst Hand angelegt, oder machen lassen, nach ca. 3 Wochen dürfte der "Suleica" frisch lackiert wieder zu Hause stehen. Und zu guter letzt wollen die mit Sicherheit porösen Fenstergummidichtungen und ggf. auch die Fenster erneuert werden. Hierfür sind ca. 5-8 Wochen zu veranschlagen. Summa summarum ergibt das ca. 1-1,5 Jahre, in denen man nur gearbeitet hat ohne auch nur einmal auf Tour gewesen zu sein. Jetzt kann es losgehen, wenn der Suleica von Innen wenigstens "bewohnbar" ist. Wenn nicht?!




Innen Dann kann eindeutig nur gesagt werden, Hände weg von irgendwelchen "Innen"-Umbauideen, wenn nicht ausgesprochen schreinerische/tischlerische Kenntnisse und Fähigkeiten vorliegen. Oder der beste Freund hat diese und setzt seine Arbeitskraft umsonst ein! Wenn beides oder eins von beiden gegeben ist, ist mindestens noch mal ein halbes bis dreiviertel Jahr einzurechnen. So zweieinhalb bis drei Jahre sind schon mal ins Land gegangen ohne das der Suleica auch nur einen KM gerollt ist.

Aber:
5-8 Tausend Euro sind an Kosten für Material etc., allerdings ohne einen fiktiven eigenen Arbeitslohn und ohne Kaufpreis, schon mal draufgegangen. Das will bedacht sein!
Für Laien lässt man allerdings alles durch Fremd-/ bzw. Fachfirmen machen sind schnell (allerdings ohne Kaufpreis) incl. Lackierung, ev. neues Fahrgestell und ev. angedachten innenbaulichen Veränderungen schnell Kosten in Höhe von 10-15 Tausend Euro aufgelaufen. Also man merkt und darüber muss und sollte sich jeder klar sein:

Restaurierung 340er in den 80ern von Hermann Diehl


Worüber man sich von Anfang an klar sein muss!!!
Wie bei jeder Restaurierung, egal ob Wohnwagen, Auto, Haus oder ähnlichem, muss man sich zu 100% vergegenwärtigen, das die Restaurierung eines Oldtimerobjektes sehr, sehr viel Zeit und was noch wichtiger ist, sehr, sehr viel Geld verschlingt. Wir reden zeitlich hier von Jahren und finanziell von mehreren Tausend Euro! Ohne diese Bereitschaft für beides kann nur jedem dringlichst geraten werden:

Es ist heute, wie auch schon früher, kein preiswerter Spass einen Suleica hinter sich herziehen zu dürfen und zu können

zu folgende Themen wird in den Berichten "Restaurierungen" ausführlich Stellung genommen:
-Restaurierung von Aussen
-Lack, Gummidichtungen, Fenster
(historisch getreu oder nach eigenen Vorstellungen)
-Restaurierung des Fahrwerks
(technischer Stand wie Baujahr des Suleicas, oder technisch aktueller Stand)
-Restaurierung im Innenbereich
-(historisch getreu oder nach persönlichen Wünschen)

Wir würden uns freuen, wenn Suleica Besitzer uns ihre Erfahrungen mitteilen würden. Diese Beiträge werden von uns sehr gerne auf dieser Seite veröffentlicht!


http://www.youtube.com/watch?v=OZJ_d1HQORw

http://www.youtube.com/watch?v=SXSHu5LWJyg

http://www.youtube.com/watch?v=E_gu71dsGJY

http://www.youtube.com/watch?v=Z6J-I78nuAY


von Mark & Uwe
mit einem Suleica, oder nur Ubung macht den Meister!

Viel ist auf diesen Seiten bereits ueber die sehr guten Nachlaufeigenschaften der Suleicas berichtet worden. Aber auch das Gespannfahren mit einem Suleica will gekonnt sein und geuebt werden. Denn, ob ein Suleica oder ein Wohnwagen einer anderen Marke, Gespannfahren birgt auch unterschaetzte Gefahren und erfordert eine Menge Kenntnisse. UND, die Weisheit grad Aelterer, sogenannter erfahrener, Gespannfahrer ist schon immer gut gegangen oder mach ich schon seit dreissig Jahren so kann in straeflichen, aber vermeidbaren, Gefahren enden. Um geuebt und gewappnet zu sein ist ein Fahrsicherheitstraining mit Sicherheit eine sehr sinnvoll Sache.
Hier soll ueber das Fahrsicherheitstraining mit Gespannen berichtet werden, welches in Zusammenarbeit des ADACs, der Zeitschrift Camping-Cars & Caravans und der Fa. Hymer veranstaltet wurde.
Natuerlich war das Aufsehen gross, als wir mit unserem Oldie auf dem Trainingsplatz des ADACs in Kempten aufliefen. Als einziger teilnehmender Oldie waren wir kurzerhand von vielen Schaulustigen umzingelt und das auch noch ein Cabrio als Zugwagen diente war dann eigentlich nur das i-Tuepfelchen auf dem "i". Selbst die veranstaltenden Ausrichter waren begeistert und nahmen unseren Oldie genau unter die Lupe. Der oberste Sales Manager der Fa. Hymer war vom Heck unseres Suleica dermaasen begeistert, er kam aus dem Schwaermen garnicht mehr raus! Na, wer will es ihm veruebeln, denn, auch ein schoener Ruecken kann entzuecken.


Der erste Test war das Wiegen. Auf geeichte Waagen wurde unser Schaetzchen gestellt, wie alle anderen natuerlich auch, und ja ! bei uns war alles in Ordnung! Absolut gleiche Achlast und auch die Stuetzlast war bei uns hervorragend austariert. Leider nicht so bei vielen anderen mit ihren fast noch neuwertigen Wohnwagen! Vollkommen ueberladen, der Spitzenreiter brachte glatte 335 kg mehr auf die Waage als das zulaessige Gesamtgewicht ueberhaupt erlaubt haette. Lange Gesichter waren die Folgen. Und dann das Thema Stuetzlast. Ein vielfach sehr unterschaetzter Bereich und straeflich vernachlaessigt. Vielen machen es wohl nach Augenmaas oder heben mal kurz die Deichsel an um das Gewicht zu schaetzen. Verheerend! 75% der Teilnehmer hatten entweder viel zuviel Stuetzlast fuer den Zugwagen auf der Deichsel oder viel zu wenig! Dabei ist das Wiegen der Stuetzlast recht einfach zu bewerkstelligen! Man benoetigt nur eine einfache handelsuebliche Haushaltwaage und ein auf Hoehe der Anhaengerkupplung zugeschnitten Holzklotz. Beides direkt unter den Kupplungskopf, (nie unter das Stuetzrad!!, macht 'nen Unterschied von fast 10-15kg aus) und man hat eine verlaessliche Angabe der Stuetzlast. Die Kroenung war ein Teilnehmer mit negativer Stuetzlast. Abgekoppelt machte der Wohnwagen einen Satz nach oben und stiess hinten auf! Schwaenzchen in die Hoeh und mit dem Hintern aufgesetzt, heisst es dann wohl.
Nach dieser ersten Aktion wurden wir erstmal herzlich willkommen geheissen und uns wurde erklaert, was in den naechsten Tagen alles so auf uns warten wuerde. Schnell merkten wir auch, dass wir ein lustiger Haufen waren, der sich gut verstand; also ein schoener Mix aus alt und jung, aus Frau und Mann. Danach hatten wir ca. 2 Stunden Zeit fuer uns bis das Abendessen auf uns wartete (Vollverpflegung war im Startpreis incl.) und auf dem Verkehrsuebungsplatz sah es nun eher wie auf einem Durchgangscampingplatz aus, als wie auf einem Trainingsgelaende. Man machte sich noch naeher miteinander bekannt, Wohnwagen wurden inspiziert, (man muss ja wissen was die Konkurrenz so bietet) oder es wurde einfach faul auf den Liegestuehlen vor den Wohnwagen gesessen, denn das Wetter spielte auch mit! Sonnenschein und 26 Grad.
Am naechsten Morgen um 8 Uhr ging es dann los! Aufgeteilt in 3 Gruppen mussten wir unser Pflichtprogramm absolvieren! Und das war:


-Vollbremsung auf spiegelglatter Unterflaeche, erst nur mit dem PKW, dann mit dem gesammten Gespann; was ist zu beachten, wie reagiert man richtig?
-Rueckwaertsfahren; Slalom rueckwaerts auch durch mehrere S-Kurven und Einparken des Wohnwagens auf eine Campingparzelle
-Hindernisparcour; Anfahren am Berg, Abbremsen bei Talfahrten, Schickanen und Sepentinen, Mautzahlstellen, Fahren in engen Kurven
Also los ging es:
Wir waren in unserer Gruppe erstmal dran mit dem Erlernen und Ueben von einer richtigen Vollbremsung und dem Ausweichen von Gefahren, grad auch auch spiegelglatter Unterflaeche. Mein Gott, ich wusste gar nicht wie lange man so rutschen kann! Trotz abrupten Tretens von Kupplung und Bremse: es tat sich nix! Wir rutschen immer weiter bis wir wieder griffigen Untergrund unter den Raedern hatten und unser PKW zum Stehen kam....und das sollten wir nun auch noch mit Gespann? OH GOTT!


Also mutig an die Sache und dank guter Einweisung und tatkraeftiger Unterstuetzung unserer Trainer meisterten wir das Ganze gut! Dank einer im PKW vom ADAC installierten Sprechanlage konnten die Trainer auch zu jeder Zeit helfend eingreifen und auch sofort auf Fehler aufmerksam machen und Tipps geben. Auch das dann geuebte Ausweichen mit Vollbremsung bei Auftauchen eines Hindernisses (in unserem Fall waren es Wasserfontaenen) wurde dann mit schon erhelblich mehr Selbstvertrauen und Mut geuebt und absolviert.










Und UPS!, schon hatten wir Mittag. Das hiess, das Mittagessen rief lautstark. Vorher musste allerding noch das obligatorische Gruppenbild mit Dame gemacht werden. Also alle Gepanne schoen aufgestellt und die Teilnehmer davor plaziert.


war dann auch als Foto des Monats in der Juni Ausgabe der Zeitschrift Camping-Cars & Caravans zu sehen). Bis 14 Uhr hatten wir dann Pause, die uns versuesst wurde mit vielen, vielen Fotos, die die Veranstalter von allen Teilnehmern bei Ihren Uebungen gemacht hatten. - wurde uns dann spaeter auch kostenlos auf CD gebrannt uns zugeschickt.


Als zweites war Rueckwaertsfahren angesagt:

Fairerweise muss hier erwaehnt werden, das bei uns das immer Uwe erledigt, der kann das naemlich perfekt; Mark ist dafuer einfach zu bl.......ond!!! Also Uwe meisterte den Rueckwaertsparcour mit Bravour und Mark? Na ja, sagen wir mal so: er bemuehte sich redlich und versuchte den Anforderungen gerecht zu werden (wer diese durchaus uebliche Zeugnisssprache kennt, weiss was damit gemeint ist). Aber ok man(n) oder Frau kann ja nicht in allem perfekt sein. Dafuer schlug dann Marks Stunde im Hindernissparcour! Mautstellen (also das Bezahlen oder Ziehen von Tickets) der Slalomkurs in einem Affentempo (die Huetchen blieben ALLE stehen), das Fahren in engen Kurven oder das Anfahren am Berg, das war sein Ding. Und das Beste, man konnte so lange den Parcour abfahren wie man wollte! Es sollte ja auch schliesslich ausgiebig geuebt werden.


Und wir merkten immer mehr!, wir wurden immer sicherer und sicherer, und das obwohl wir schon ueber 20.000 km Gespann gefahren waren. Dann noch abschliessend das Einparken auf einer Parzelle auf einem Campingplatz und wir waren fertig....waren wir auch! Denn die durchgehende Konzentration und Aufmerksamkeit macht sich nach einem langen Tag dann doch bemerkbar.
Wir waren rundum zufrieden! Viel gelernt und noch viel wichtiger: viel geuebt unter den stets wachsamen Augen unserer Trainer. Aber so schnell wollte man uns doch nicht loslassen! Eins hatten die Veranstalter noch mit uns vor:
Ein Wettrennen durch den Hindernisparcour!
Jedes Gepannteam waehlte seinen Fahrer, bei uns Uwe, und los ging es! Also manche rasten durch den Parcour als ob sie Rennfahrer Biberle spielen wollten und scheinbar alles vergessen hatten, was sie noch vor Stunden erlernt hatten. Na, da kam bei vielen dann doch der Macho durch. 99% der Fahrer waren naemlich.....na ratet mal welchen Geschlechts. Lach, Uwe hatte wohl etwa Angst um unseren grad in Vollrestaurierung befindlichen Suleica. Ueber seine Zeit wollen wir deshalb hier deshalb erst garnicht reden, ABER er meisterte den Parcours mit NULL Fehlern, uebrigens als Einziger.


Abends wurden wir dann auch bestens belohnt! Ein deftiges Abendessen nach echtallgaeuischer Art. Die Stimmung war bestens und die Veranstalter standen uns dann noch Rede und Anwort. Zertifikate ueber unsere erfolgreiche Teilnahme erhielten wir auch! DAS ist nicht unwichtig! Es gibt naemlich durchaus PKW-Versicher, die dieses Gespannfahrsicheitstraining anerkennen und darauf Prozente im Beitrag geben. Unser Versicher gibt z.B. 15% auf unseren jaehrlichen PKW Beitrag. Auch im Hinblick auf die zuerwartende Novellierung des Fuehrerscheinrechts, grad auch in Bezug auf das Fahren mit Gespann, ist so ein Absolvierungszertifikat wichtig. Zufrieden gingen wir zu Bett. Es war mittlerweile fast Mitternacht. Spricht, so denken wir, einfach fuer die gute Stimmung und die Zufriedenheit aller, die herrschte.


Am naechsten Morgen, nach einem ausfuehrlichem Fruehstueck, setzten wir unseren Heimweg an; sicherer, besser geruestet und zufrieden auf eventuelle Vorkommnisse nun besser geruestet zu sein. Und es hatte sich gezeigt, das unser Suleica es jederzeit mit allen anderen vorallem neuen Wohnwagen, was das Thema "Fahrsicherheit" angeht, jederzeit aufnehmen kann. Darauf waren und sind wir maechtig stolz, zumal es uns auch zeigt, dass wir bei unserer Art der Restaurierung den richtigen Weg eingeschlagen haben. Natuerlich sollte man die gezeigten Dinge immer wieder ueben, denn das alte Sprichwort gilt auch heute noch:
Nur Uebung macht den Meister!


Illustrierte Wochenzeitung Nr. 31, August 1995

Beilage der Süddeutschen Zeitung "Uni & Job" vom 12.April 2008, Seite 17

und so macht man in Spanien an der A7 kurz vor Gibraltar auf einen Campingplatz aufmerksam





Oberlichter defekt, aber dafür ist der Innenbereich hervorragend erhalten, Januar 2007